Ulm: FKS deckt Millionenbetrug durch Schwarzarbeit in Gastronomie und Bau auf

Moritz Peters
Moritz Peters
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Eine Schwarzweiß-Zeichnung einer Fabrik mit Rauch, der aus ihren Schornsteinen kommt, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Pflanzen, Gras und einem Zaun, mit dem Text "New York State Penitentiary" unten.Moritz Peters

Ulm: FKS deckt Millionenbetrug durch Schwarzarbeit in Gastronomie und Bau auf

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Zollamt Ulm hat im Jahr 2025 trotz weniger Kontrollen ihre Ermittlungen deutlich ausgeweitet. Durch gezielte Maßnahmen deckten die Beamten Betrugsfälle insbesondere in der Gastronomie und im Baugewerbe auf. Die verschärften Kontrollen führten zu Millionenstrafen und Haftstrafen für die Täter.

Die Einheit konzentrierte sich 2025 auf nicht angemeldete Arbeit an vier Standorten: Ulm, Aalen, Pfullingen und Friedrichshafen. Obwohl weniger Betriebe überprüft wurden als in den Vorjahren, leiteten die Behörden 1.516 Verwaltungsverfahren und 2.504 Strafverfahren ein. Daraus resultierten 2,36 Millionen Euro an Bußgeldern, 971.000 Euro an Strafzahlungen sowie 74 Jahre Haft in Summe.

In der Gastronomie verglichen die Ermittler gemeldete Personalstärken und Betriebszeiten mit Lohnunterlagen – dabei kamen Lohnabweichungen und nicht abgeführte Sozialabgaben ans Licht. Im Bausektor stand vor allem das Thema Scheinsubunternehmertum im Fokus: Über Strohmänner abgewickelte Aufträge und gefälschte Rechnungen dienten dazu, Schwarzarbeit zu verschleiern.

Ein besonders schwerwiegender Fall betraf einen Sicherheitsdienstleister, der über Strohmänner Briefkastenfirmen gründete. Löhne wurden als "Reisekosten" deklariert, um Sozialabgaben zu umgehen – der Verantwortliche erhielt eine Haftstrafe. Zudem ahndeten die Gerichte 49 Fälle illegaler Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen mit Geldstrafen in Höhe von 107.650 Euro, wobei bereits für wenige Tage Schwarzarbeit bis zu 7.000 Euro fällig wurden.

Bundesweit führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 2025 rund 98.200 Strafverfahren durch und prüfte etwa 25.800 Arbeitgeber. Wie viele Unternehmen konkret wegen Scheinsubunternehmertums oder Rechnungsfälschungen im Zusammenhang mit Schwarzarbeit untersucht wurden, ist jedoch nicht genau beziffert.

Der durch diese Verstöße entstandene Schaden für die Sozialkassen belief sich 2025 auf geschätzte 25,7 Millionen Euro.

Die verschärften Kontrollen der Ulmer Einheit führten 2025 zu höheren Strafen, längeren Haftzeiten und einer gesteigerten Rückholung von Geldern. Durch die Fokussierung auf Risikobranchen und betrügerische Strukturen konnte Schwarzarbeit trotz weniger Kontrollen effektiv eingedämmt werden. Die finanziellen und rechtlichen Konsequenzen für Täter sind damit deutlich härter geworden.

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