Bundesregierung lehnt Kapazitätsmarkt ab – und setzt auf strategische Kraftwerksreserve
Bundesregierung lehnt Kapazitätsmarkt ab – und setzt auf strategische Kraftwerksreserve
Die deutsche Bundesregierung hat die Einführung eines Kapazitätsmarktes zur Unterstützung notleidender geldanlage ausgeschlossen. Diese Entscheidung fällt mitten in die anhaltenden Debatten über die Versorgungssicherheit und die Zukunft konventioneller Stromerzeuger. Branchenvertreter und Energieunternehmen drängen weiterhin auf Lösungen, während ältere Anlagen vor der Stilllegung stehen.
Kapazitätszahlungen, die Kraftwerke für ihre Bereitschaft belohnen – selbst wenn sie keinen Strom erzeugen –, bleiben ein umstrittenes Thema. Kritiker argumentieren, dass solche Modelle den Betrieb von Kohlekraftwerken verlängern könnten, ohne die Effizienz auf der Nachfrageseite zu verbessern. Gleichzeitig behaupten Energiekonzerne wie E.ON und RWE, die aktuellen Marktbedingungen würden Investitionen in neue Kapazitäten abschrecken.
Die Regierung unterhält derzeit eine "strategische reserve" von 2,6 Gigawatt (GW) an Bereitschaftskraftwerken für Notfälle. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) schlägt jedoch vor, diese reserve durch flexiblere Gasturbinen zu erweitern. Das Ziel ist eine schnellere Reaktionsfähigkeit, ohne auf veraltete Kohle- oder Atomkraftwerke angewiesen zu sein.
Stand März 2026 warten rund 18 GW konventioneller Kraftwerkskapazitäten auf eine Stilllegungsgenehmigung durch die Bundesnetzagentur. Ohne regulatorische Zustimmung dürfen Energieversorger unwirtschaftliche Anlagen nicht abschalten, was das System zusätzlich unter Druck setzt. Bundesenergieminister Sigmar Gabriel lehnt einen Kapazitätsmarkt entschieden ab und betont, dieser stehe im Widerspruch zum Ausstieg Deutschlands aus der konventionellen Energieerzeugung.
E.ON warnt, dass das grundlegende Problem damit nicht gelöst sei: Allein die Marktkräfte könnten nicht garantieren, dass ausreichend reservekapazitäten verfügbar seien. Gemeinsam mit RWE argumentiert das Unternehmen, dass ohne anreize die Gefahr von Versorgungsengpässen drohe, da ältere Kraftwerke schneller vom Netz gehen, als erneuerbare Energien sie ersetzen können.
Mit der Ablehnung eines Kapazitätsmarktes setzt Deutschland weiterhin auf die strategische reserve und regulatorische Steuerung, um die Netzstabilität zu sichern. Angesichts der 18 GW konventioneller Kraftwerke, die auf ihre Stilllegung warten, rückt nun der Ausbau flexibler Alternativen in den Fokus. Die Haltung der Regierung unterstreicht ihr Bekenntnis zum Ausstieg aus traditionellen Energieträgern – bei gleichzeitiger Wahrung der Versorgungssicherheit.
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