Literarische Stimmen gegen Rassismus: Studierende lesen über Migration und Vertreibung

Moritz Fischer
Moritz Fischer
2 Min.
Eine alte Karte des Mittelmeerraums mit Booten im Vordergrund und Text auf dem Papier.Moritz Fischer

Literarische Stimmen gegen Rassismus: Studierende lesen über Migration und Vertreibung

Interaktive Lesung präsentiert literarische Werke internationaler Studierender der Universität Heidelberg am 12. März 2026

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus der Stadt Heidelberg findet am 12. März 2026 eine interaktive Lesung statt, bei der internationale Studierende der Universität Heidelberg ihre literarischen Arbeiten vorstellen. Inspiriert von der Installation mare nostrum des Künstlers Markus Kaesler setzen sich die Texte mit den Themen Migration und Vertreibung auseinander. Die Teilnehmer:innen tragen Gedichte und Prosa vor, die ihre persönlichen Reflexionen zu diesen drängenden gesellschaftlichen Fragen widerspiegeln.

Markus Kaesler schuf mare nostrum, indem er Lochkameras im Mittelmeer platzierte, sie treiben ließ und die entstandenen Abzüge anschließend mit Meerwasser entwickelte. Die Installation umfasst 2.749 Bilder – jedes steht symbolisch für ein Leben, das auf der Migrationsroute nach Europa verloren ging oder als vermisst gilt. Laut Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) starben oder verschwanden zwischen 2019 und 2023 jährlich durchschnittlich 2.749 Menschen bei der Überfahrt.

Das Internationale Studienzentrum der Universität Heidelberg regt Studierende mit ausländischen Abschlüssen dazu an, sich im Rahmen ihrer Vorbereitung auf das Studium in Deutschland mit mare nostrum auseinanderzusetzen. Im Zuge des Projekts beschäftigten sie sich mit Flucht und Migration und verfassten eigene literarische Texte auf Deutsch. Diese werden um 18:00 Uhr im Max-Weber-Haus (Ziegelhäuser Landstraße 17) präsentiert.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Heidelberg finden vom 11. bis 29. März 2026 statt. Veranstaltet werden sie vom Interkulturellen Zentrum der Stadt gemeinsam mit lokalen Partner:innen. Markus Kaesler ist als Gast in die Lesung eingebunden. Sowohl sein künstlerisches Werk als auch die studentischen Beiträge sollen den Dialog über Migration und ihre menschlichen Folgen anregen.

Die Lesung unterstreicht das kreative und akademische Engagement internationaler Studierender mit globalen Herausforderungen. Ihre literarischen Arbeiten, geprägt von Kaeslers mare nostrum, werden im Rahmen der Antirassismus-Initiative einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Installation und Texte bleiben auch über den Veranstaltungstermin hinaus für weitere Reflexionen zugänglich.

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