25 March 2026, 12:17

Platonische Küsse unter Freunden: Warum Hollywood sie normalisiert

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Platonische Küsse unter Freunden: Warum Hollywood sie normalisiert

Ein Kuss unter Freunden ist längst kein harmloses Zeichen mehr – er wird zunehmend zu einer gesellschaftlich akzeptierten Zuneigungsbekundung. In den letzten Jahren haben Prominente wie Scarlett Johansson, Jonathan Bailey und sogar K-Pop-Stars platoniche Küsse in der Öffentlichkeit salonfähig gemacht. Dieser Wandel spiegelt eine breitere kulturelle Akzeptanz wider, wie Umfragen zeigen: Die Zustimmung zu solchen Gesten steigt in westlichen Gesellschaften rasant an.

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Neue Aufmerksamkeit erhielt der Trend, als Scarlett Johansson und Jonathan Bailey sich bei der Premiere von Jurassic World: Rebirth auf dem roten Teppich küssten. Bailey setzt sich seit Langem für die Demonstration von Liebe in all ihren Formen ein – einschließlich Küsse unter Freunden –, die er als natürlichen Ausdruck von Nähe versteht. Seine Haltung entspricht einer wachsenden Bewegung in der Unterhaltungsbranche, in der solche Gesten längst nichts Ungewöhnliches mehr sind.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich das nicht-sexuelle Küssen unter Freunden von einer Randerscheinung zur Normalität entwickelt – besonders in Hollywood und der globalen Popkultur. Stars wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna wurden bereits beim Küssen ihrer besten Freundinnen oder Freunde fotografiert und unterstreichen damit, dass es sich dabei um rein platonische Akte handelt. Selbst Cat Deeley sprach offen über ihre "Freundinnen-Küsse" und bezeichnete sie als Ritual der Verbundenheit – zuletzt schmuste sie in einem Geburtstagspost mit ihrer besten Freundin Charlie Brear.

Wissenschaftler:innen weisen darauf hin, dass Küssen nicht nur der Romantik dient, sondern auch einen evolutionären Zweck erfüllt. Auch Tiere zeigen ähnliche Verhaltensweisen, um soziale Bindungen zu stärken und ein Gefühl von Sicherheit auszulösen. Die Kommunikations-expertin Judi James betont, dass Hollywood solche Zuneigungsbekundungen schon lange als selbstverständlich behandelt – und nicht als skandalös.

Die Reaktionen der Partner:innen fallen ebenfalls entspannt aus. Scarlett Johanssons Ehemann Colin Jost wies jeden Anflug von Eifersucht scherzhaft zurück und witzelte sogar über die "Notwendigkeit", Freund:innen auf den Mund zu küssen. Seine lockere Haltung spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider: Was früher vielleicht noch Befremden ausgelöst hätte, wird heute kaum noch als erwähnenswert wahrgenommen.

Die öffentliche Meinung hat sich radikal verändert – die Akzeptanz für platonische Küsse ist in westlichen Ländern seit 2021 von 62 auf 78 Prozent gestiegen. Virale Momente – von K-Pop-Idolen bis zu Hollywoodstars – haben dazu beigetragen, solche Gesten zu normalisieren und als einfache, herzliche Zuwendung zu etablieren. Für viele ist ein Kuss unter Freunden heute einfach eine weitere Art zu sagen: Du bist mir wichtig.

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