06 May 2026, 08:31

"Heimat"-Restaurant in Mainz wird zum Ziel rassistischer Angriffe

Ein Restaurant-Innenraum mit Holztischen und -stühlen in der Nähe eines großen Fensters, das auf eine Berliner Straße mit Passanten, Gebäuden und urbanen Elementen blickt.

"Heimat"-Restaurant in Mainz wird zum Ziel rassistischer Angriffe

Veli Ivecen, Inhaber des Restaurants Heimat in Mainz, sieht sich seit Wochen einer Welle der Feindseligkeit ausgesetzt – und das nur wegen des Namens seines Lokals. Das deutsch-türkisch-kurdische Restaurant sollte eigentlich ein Ort der Begegnung für alle sein, doch kürzlich wurde die Fassade mit dem Slogan „Das hier ist meine Heimat, nicht deine“ beschmiert. Ivecen ließ die Schmiererei zwar entfernen, doch gegen die anhaltenden Angriffe wehrt er sich mit Entschlossenheit.

Der Name Heimat – auf Deutsch „Heimat“ oder „Heimatland“ – hat dabei quer durch das politische Spektrum für Empörung gesorgt. Kritiker diffamieren Ivecen als Nazi, vor dem Restaurant wurden bereits Hitlergrüße gezeigt, und manche stellen sogar infrage, ob türkische und kurdische Einflüsse in der deutschen Küche überhaupt einen Platz hätten.

Anfangs brachte ihn die unerbittliche Hetze dazu, über eine Umbenennung nachzudenken. Doch mittlerweile betont er, dass die Angriffe seinen Willen nur noch gestärkt hätten, den Namen beizubehalten. Zwar sei er offen für konstruktive Kritik an seinem Essen, die persönlichen Beleidigungen jedoch gehen für ihn zu weit – sie überschreiten eine rote Linie.

Ursprünglich hatte Ivecen Heimat als einen Ort konzipiert, an dem Menschen aller Herkunft und Glaubensrichtungen zusammenkommen können. Stattdessen ist das Restaurant zum Ziel von Wut geworden, zuletzt durch die Schmierereien an der Außenwand.

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Trotz des Gegenwinds hält Ivecen an seiner Vision für Heimat fest. Die Beschädigungen sind beseitigt, der Name bleibt. Er begrüßt weiterhin Gäste in seinem Lokal – und stellt sich entschlossen gegen die seiner Meinung nach unbegründete Feindseligkeit.

Quelle