01 May 2026, 04:17

Frauentagsdemo in Kreuzberg endet mit Festnahme und Sachbeschädigungen

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration eine Straße entlang, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Fenster, Bögen, Säulen und Skulpturen aufweist.

Frauentagsdemo in Kreuzberg endet mit Festnahme und Sachbeschädigungen

Mehr als 2.000 Menschen nahmen an der jährlichen Frauentagsdemonstration in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil. Die inzwischen zur Tradition gewordene Kundgebung in dem Stadtteil zog nach Polizeischätzungen rund 2.600 Teilnehmerinnen an. Die Stimmung war angespannt, als die Demonstrantinnen ihren Protest gegen Belästigung und strukturelle Ungleichheit zum Ausdruck brachten.

Die Demonstration begann am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Die Veranstalter beendeten die Kundgebung etwa zehn Minuten früher als geplant. Während des gesamten Marsches blieb die Atmosphäre spürbar aufgeladen.

In Einzelfällen wurden Feuerwerkskörper gezündet, zudem flogen Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte. Die Polizei meldete vier Fälle von Sachbeschädigung, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde wegen Beleidigung eines Beamten festgenommen.

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Die Teilnehmerinnen machten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Haltung deutlich: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu kanalisieren und uns gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung auf unseren Straßen zu wehren – und gegen die patriarchale Gesellschaft, die sie erst möglich macht. Wir weigern uns, uns anzupassen; stattdessen holen wir uns zurück, was uns rechtmäßig zusteht."

Die Demonstration fiel mit einem starken Polizeiaufgebot zusammen. Rund 1.800 Beamte waren am Donnerstag in ganz Berlin im Einsatz, unter anderem während der Walpurgisnacht-Feiern.

Die Veranstaltung endete früher als vorgesehen, doch die angespannte Stimmung hielt bis zum Schluss an. Die Polizei dokumentierte leichte Sachbeschädigungen und eine Festnahme. Die Demonstration unterstrich die anhaltende Frustration über soziale Ungleichheit und Alltagsbelästigung in der Stadt.

Quelle