Franziska Erdle übernimmt ABDA-Führung mit klarem Reformkurs für Apotheken
Moritz PetersFranziska Erdle übernimmt ABDA-Führung mit klarem Reformkurs für Apotheken
Franziska Erdle hat die Geschäftsführung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) als neue Vorstandsvorsitzende übernommen. Mit klarem Reformwillen tritt sie ihr Amt an, um die Apothekenpolitik neu auszurichten und die Berufsgruppe enger zusammenzuführen. Ihre ersten Schritte deuten auf einen entschlossenen Wandel hin – sowohl in der Arbeitsweise der Apotheken als auch in der politischen Unterstützung für den Sektor.
Erdle übernahm die ABDA-Spitze, nachdem sie seit Anfang 2025 als Hauptgeschäftsführerin tätig gewesen war. Gleich zu Beginn kritisierte sie den von der Regierung im Dezember 2025 vorgelegten Apothekenreform-Entwurf als unzureichend für die Bedürfnisse der Branche. Bereits im Februar 2026 startete sie eine Online-Petition, in der sie eine Erhöhung der Festbeträge auf 9,50 Euro pro Rezept forderte. Es folgte ein bundesweiter Protesttag am 23. März 2026, an dem Apotheken in ganz Deutschland ihre Forderungen lautstark vorbrachten.
Noch vor diesen Aktionen betonte Erdle die Notwendigkeit von Geschlossenheit unter den Apothekern, um mehr Druck ausüben zu können. Um direkt mit Abgeordneten ins Gespräch zu kommen, organisierte sie am 3. März 2026 ein parlamentarisches Frühstück. Zudem nutzte sie eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 25. Februar 2026, um Rückhalt für die künftige Ausrichtung der ABDA zu mobilisieren.
Ihre Strategie setzt auf enge Zusammenarbeit mit Apothekern vor Ort sowie mit Fachleuten im Haus der Apotheker. Erdle hat versprochen, die Teams in den Apotheken zu schützen und gleichzeitig die ABDA zu einem agileren und schlagkräftigeren Verband umzubauen. Die Reform der Apothekenpolitik bleibt ihre oberste Priorität – mit dem Ziel, bessere Rahmenbedingungen für den Berufsstand durchzusetzen.
Unter Erdles Führung hat die ABDA bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet, von Protesten über Petitionen bis hin zu direkter Lobbyarbeit. Der Verband will die Apotheken durch geschlossene Aktionen und politischen Druck stärken. Ihr Ansatz verbindet Basisarbeit mit gezielter Einflussnahme auf die Politik, um die Zukunft der Branche neu zu gestalten.






