Deutsche Autohäuser kämpfen um Überleben in der Elektro-Wende
Ungewisse Zukunft für deutsche Autohäuser: Elektromobilität und Politikänderungen bedrohen den Sektor
Die Zukunft der deutschen Autohäuser steht auf dem Spiel: Die Umstellung auf Elektromobilität und politische Wechsel setzen die Branche zunehmend unter Druck. Burkhard Weller, Inhaber eines Autohauses und Präsident des Verbands Deutscher Autohäuser (VAD), warnt vor einem drastischen Rückgang unabhängiger Betriebe. Er fordert nun klarere Regeln bei den Fördergeldern für Elektrofahrzeuge, um die Branche zu stabilisieren.
Noch vor einigen Jahren gab es in Deutschland rund 4.000 unabhängige Autohäuser – doch Weller prognostiziert, dass bald weniger als 3.000 übrig bleiben werden. Der Wandel hin zur E-Mobilität führt zu sinkenden Serviceumsätzen und einer geringeren Nachfrage nach Ersatzteilen, was die Erträge im Aftersales-Geschäft gefährdet. Ohne Gegenmaßnahmen, so seine Schätzung, könnte dieses Segment um die Hälfte schrumpfen.
Im jüngsten AUTOHAUS-Podcast betonte Weller die Dringlichkeit von schnellem Handeln. Er rief die Bundesregierung auf, die E-Auto-Förderung unverzüglich umzusetzen – rückwirkend zum 1. Januar und ausgeweitet auf junge Gebrauchtwagen. Zudem sei ein unbürokratischer Prozess entscheidend, um den Absatz nicht zu behindern.
Der VAD kämpft für eine stärkere politische Vertretung der Händler. Weller berichtete, dass erste Gespräche in Berlin gezeigt hätten, dass Politiker offener reagieren, wenn sie direkt von Unternehmensvertretern hören. Sein Ziel: faire Rahmenbedingungen durchsetzen, bevor weitere Schäden entstehen.
Ohne rasche Anpassung der Förderprogramme und politischen Weichenstellungen droht dem Autohandel ein steiler Niedergang. Wellers Warnungen deuten auf weniger unabhängige Betriebe und einen schwächelnden Aftersales-Markt hin. Ob es der Branche gelingt, sich angesichts der rasanten Elektrifizierung zu stabilisieren, könnte von den Bemühungen des VAD in Berlin abhängen.






