25 March 2026, 12:17

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und Fachkräftemangel bis 2039

Plakat mit einem Kreisdiagramm, das die Verteilung neuer Arbeitsplätze in Sektoren wie Gesundheitswesen, Einzelhandel und Gastronomie zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und Fachkräftemangel bis 2039

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer wachsenden Alterslücke: Ältere Beschäftigte dominieren den Beruf, während junger Nachwuchs Mangelware bleibt. Dieser Trend spiegelt die allgemeinen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wider – in den nächsten 15 Jahren steht eine Welle von Renteneintritten bevor.

Im Jahr 2024 waren fast 30 Prozent der Apothekerinnen und Apotheker in öffentlichen Apotheken 56 Jahre oder älter. Die größte Gruppe (13,5 Prozent) war zwischen 56 und 60 Jahre alt. Demgegenüber machten nur 10,7 Prozent der Beschäftigten unter 30 Jahre aus, während die Altersgruppe der 31- bis 35-Jährigen 12,5 Prozent des Personals stellte.

Das Durchschnittsalter der Apotheker in öffentlichen Apotheken liegt bei 48,4 Jahren – bei Männern etwas höher als bei Frauen. Apothekenleiter sind im Schnitt noch älter: 53,6 Jahre. Diese Werte liegen über dem bundesweiten Durchschnitt, wo 2024 24 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren der Altersgruppe 55 bis 64 angehörten.

Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation wird die Personaldecke in Apotheken weiter ausdünnen. Bis 2039 werden voraussichtlich 13,4 Millionen Beschäftigte – fast ein Drittel der Erwerbsbevölkerung des Vorjahres – das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreicht haben. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu den unter 30-jährigen Apothekerinnen und Apothekern in öffentlichen Apotheken vor, doch laut ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) sind etwa 20 Prozent der rund 55.000 Apotheker in Deutschland unter 35 Jahre alt.

Handelsketten wie DM-drogerie markt und Müller versuchen mit dualen Studiengängen, Ausbildungsprogrammen und Social-Media-Kampagnen jüngere Talente zu gewinnen. Allerdings betreiben diese Unternehmen Drogeriemärkte mit Apothekenabteilungen und keine klassischen öffentlichen Apotheken.

Die Überalterung der Branche wirft Fragen nach der zukünftigen Personalversorgung auf. Da immer weniger junge Fachkräfte in den Beruf einsteigen, könnte es schwierig werden, die ausscheidenden Mitarbeiter zu ersetzen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Rekrutierungsbemühungen die demografische Schieflage ausgleichen können.

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