13 April 2026, 04:15

Warendorfs Stadtrat beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Kritik

Schwarze und Weiße Straßenszene in Charlottenburg, Deutschland, mit Gebäuden, Straßenmöbeln, Fahrzeugen, Passanten und Beschilderung unter einem klaren Himmel.

Warendorfs Stadtrat beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Kritik

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei Straßen trotz Forderungen nach einer Änderung beizubehalten. Die Entscheidung folgt auf Debatten über historische Bezüge der aktuellen Bezeichnungen. Finanzielle Erwägungen und die Meinung der Anwohner spielten dabei eine entscheidende Rolle.

Die betroffenen Straßen – Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße – behalten damit ihre bisherigen Namen. Ein Antrag auf Umbenennung war eingereicht worden, wurde jedoch von der Mehrheitskoalition aus CDU und FWG im Rat schließlich abgelehnt. Die Verantwortlichen argumentierten, dass der Austausch der Straßenschilder die Stadt 5.700 Euro kosten würde – eine Ausgabe, die im aktuellen Haushalt als unnötig erachtet wurde.

Alternative Vorschläge, wie etwa die Anbringung eines Zitats des Warendorfer Autors Paul Schallück zur Einordnung der Namensgebung, fanden ebenfalls keine Zustimmung. Ratsmitglied André Wenning betonte, dass die Haltung der Anwohner dieser Straßen stärker gewichtet wurde. Ihre Präferenz, die bestehenden Namen zu behalten, habe bei der endgültigen Entscheidung maßgeblich den Ausschlag gegeben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Kritik an dem Beschluss kam von Reinhold Schoppmann, Vertreter des Bürgerbündnisses. Er hinterfragte die Begründung des Rates und warf der Stadt vor, weitergehende Bedenken hinsichtlich der historischen Verknüpfungen der Straßennamen zu ignorieren.

Mit der Entscheidung bleiben die drei Straßen vorerst unter ihren ursprünglichen Namen. Weitere Diskussionen über eine Umbenennung sind nicht zu erwarten, und die Stadt spart sich die Ausgaben in Höhe von 5.700 Euro. Als Hauptgrund für das Ergebnis wurde die Meinung der örtlichen Bevölkerung genannt.

Quelle