19 March 2026, 14:20

Waldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts bis Ende 2026

Alte Stadtkarte mit zahlreichen Gebäuden, nummerierten Abschnitten und Text, der am unteren Rand als 'Land zum Verkauf' bezeichnet ist.

Waldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts bis Ende 2026

Der Gemeinderat von Waldkirch steht vor einer Abstimmung über die Schließung des örtlichen Grundbuchamts. Die Entscheidung folgt auf Jahre rückläufiger Nachfrage und steigender Verwaltungskosten. Bei einer Zustimmung würde die Schließung entweder zum 30. Juni oder zum 31. Dezember 2026 in Kraft treten.

Die Nutzung des Dienstes ist im vergangenen Jahrzehnt stark zurückgegangen. Noch 2015 bearbeitete das Personal über 100 Grundbuchauszüge, doch bis 2025 sanken die Anfragen auf nur noch 37. Trotz der geringen Nachfrage erfordert jede Bearbeitung weiterhin 30 Minuten Arbeitszeit – die Gebühr bleibt jedoch unverändert bei 10 Euro pro Antrag.

Die Schließung des Amts würde sich in einen landesweiten Trend in Baden-Württemberg einfügen. Zwischen 2021 und 2025 wurden zwölf ähnliche Grundbuchstellen geschlossen oder umgewandelt, angetrieben durch Digitalisierung, Kostensenkung und den Rückgang der Nachfrage nach Präsenzdienstleistungen. Bürger können Grundbuchauszüge bereits online über das Amtsgericht Emmendingen beantragen, was physische Ämter weniger unverzichtbar macht.

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Die Verwaltung stuft den Service als wirtschaftlich nicht mehr tragbar ein. Der Personal- und Organisationsaufwand steht in keinem Verhältnis zur geringen Nutzung, und eine Schließung würde Ressourcen freisetzen. Die endgültige Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 25. März 2026 – dann wird festgelegt, ob das Amt zum frühestmöglichen Zeitpunkt, also entweder zum 30. Juni oder zum 31. Dezember, schließt, vorbehaltlich der Zustimmung des Justizministeriums des Landes.

Falls der Vorschlag angenommen wird, entfällt in Waldkirch künftig der Präsenzservice für Grundbuchangelegenheiten. Der Schritt würde den Verwaltungsaufwand verringern und Termine mit Sachbearbeitern überflüssig machen. Bürger müssten sich stattdessen vollständig auf das bestehende Online-System verlassen, um künftige Anträge zu stellen.

Quelle