19 March 2026, 16:24

Vom Koch zum Bauarbeiter: Ein Belarusse riskiert den Neuanfang in Deutschland

Liniengraph, der die Beschäftigungsquote in Frankreich von 2000 bis 2012 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Vom Koch zum Bauarbeiter: Ein Belarusse riskiert den Neuanfang in Deutschland

Ein 36-jähriger Koch aus Belarus wagte den Schritt ins Ausland – auf der Suche nach neuen Chancen. Pawels Reise begann mit einem Job in einem Lager nahe Köln, den er über einen Freund und einen Instagram-Post fand. Doch schon bald führte sein Weg weiter in den Bau nach Hamburg, wo sich Herausforderungen und kleine Erfolge abwechselten.

Zunächst fand Pawel eine Stelle in einem Logistikzentrum bei Köln, wo er zwischen 1.100 und 1.300 Euro im Monat verdiente. Doch bereits nach einer Woche zogen er und sein Freund weiter nach Hamburg, wo sie Arbeit auf einer Baustelle fanden. Der Lohn begann bei sieben Euro pro Stunde und stieg später auf acht Euro.

Die Arbeit war nicht einfach. Im Lager bemerkte Pawel Lohnunterschiede: türkische Arbeiter verdienten mehr, während Belarussen oft nach Akkord bezahlt wurden. Seine erste Unterkunft war ein heruntergekommenes Hostel, übersät mit Bierflaschen und geprägt von starkem Alkoholkonsum.

Nach Monaten auf der Baustelle endete Pawels Job mit dem Abschluss des Projekts und dem Ablauf seines Visums. Vor seiner Abreise tauschte er seine Ersparnisse in belarussische Rubel um – als symbolischen Abschluss seiner Zeit im Ausland.

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Die Reisen zwischen den Jobs führten ihn auf lange Busfahrten und in private Fahrgemeinschaften, was dem Abenteuer eine zusätzliche Note verlieh. Sein Weg steht exemplarisch für die unberechenbare Realität von Migrantenarbeit, in der sich Chancen und Rückschläge oft die Waage halten.

Mit dem Ende von Visum und Projekt kehrte Pawel in die Heimat zurück – mit Ersparnissen in Rubel und einer kurzen, aber ereignisreichen Phase im Ausland. Seine Geschichte zeigt das typische Auf und Ab aus schnellen Möglichkeiten und unsicheren Bedingungen, mit denen viele Arbeitsmigranten in ähnlichen Jobs konfrontiert sind.

Quelle