Stromnetz am Limit: Warum Ökostrom und wachsende Nachfrage die Region Südlicher Oberrhein herausfordern
Moritz PetersStromnetz am Limit: Warum Ökostrom und wachsende Nachfrage die Region Südlicher Oberrhein herausfordern
Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um über den Ausbau des Stromnetzes zu beraten. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert, an der auch führende Branchenvertreter teilnahmen. Steigende Nachfrage und der Ausbau erneuerbarer Energien setzen das regionale Stromnetz zunehmend unter Druck.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand der rasante Zuwachs an Wind- und Solarenergieanlagen. Zwar führt mehr Ökostrom zu einem höheren Bedarf an Netzkapazitäten, doch hinkt der Ausbau hinterher. Einige neue Wind- und Solarkraftwerke können derzeit nicht ans Netz angeschlossen werden und müssen mit Verzögerungen rechnen.
Zudem steigt der Strombedarf kontinuierlich an. Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Industriekunden benötigen mehr Energie – Unternehmen haben mitunter Schwierigkeiten, die notwendigen Netzanschlüsse zu erhalten.
Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Bedeutung einer abgestimmten Planung von Erzeugung, Netz, Speicherung und Verbrauch. Ein zentrales Thema war der Ausbau großflächiger Batteriespeicher, die ebenfalls zusätzliche Anforderungen an das Netz stellen. Der Regionalrat Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen, um die Koordination zu verbessern.
Das Stromnetz steht durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die wachsende Nachfrage unter zunehmender Belastung. Neue Koordinierungsbemühungen sollen den Infrastrukturausbau vorantreiben. Ohne schnellere Fortschritte könnten weitere Projekte und Unternehmen mit Anschlussproblemen konfrontiert werden.
