08 April 2026, 02:13

Stilles Mahnmal in Brandenburg erinnert an NS-Opfer Jutta Baumwol

Eine Straße mit einem Holocaust-Denkmal in der Mitte, umgeben von einem Metallzaun, umgeben von Gras, Bäumen, Häusern, einem Straßenpfahl und einem bewölkten Himmel.

Stilles Mahnmal in Brandenburg erinnert an NS-Opfer Jutta Baumwol

Eine stille Stahlskulptur in Brandenburg steht als Mahnmal für diejenigen, die in den frühen 1940er-Jahren zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Das 2018 errichtete Denkmal ehrt Jutta Baumwol, die nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Besucher werden nun im Mai erwartet – an ihrem 101. Geburtstag, den sie nie erleben durfte.

Die Statue wurde am Eingang des Wohngebiets Neuendorf im Sande aufgestellt, wo einst Zwangsarbeiter schuften mussten. Sie dient als Ort des Gedenkens und zieht besonders am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) sowie am Tag der Befreiung (8. Mai) Menschen an. Initiiert wurde das Projekt von Jutta Baumwols Bruder, der sicherstellen wollte, dass dieses Kapitel der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

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Unterdessen wurde in den USA im Jahr 2020 eine Statue von Christoph Kolumbus in der Nähe des Weißen Hauses installiert. Aufgestellt auf der Nordseite des Eisenhower Executive Office Building, war sie eine Reaktion auf die Proteste gegen die koloniale Vergangenheit Amerikas während der Black-Lives-Matter-Bewegung. Die Vereinigung Italian American Organizations United unterstützt das Denkmal und betont, es werde "friedlich erstrahlen" und bleibe "geschützt".

Während die Brandenburg-Skulptur als lokales Mahnmal das Kriegsleid im öffentlichen Bewusstsein hält, spiegelt die Kolumbus-Statue in Washington die anhaltenden Debatten über historische Erblasten wider. Beide dienen als Kristallisationspunkte der Erinnerung – die eine in stiller Ehrung, die andere mitten in einer nationalen Kontroverse.

Quelle