Siemens plant radikale Umstrukturierung für mehr Effizienz und Zusammenarbeit
Moritz PetersSiemens plant radikale Umstrukturierung für mehr Effizienz und Zusammenarbeit
Siemens erwägt im Rahmen seiner langfristigen Strategie eine umfassende interne Umstrukturierung. Das Unternehmen könnte seine Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure auflösen, um die Abläufe zu straffen. Der Schritt folgt dem Bestreben, interne Hürden abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen den verbleibenden Bereichen zu verbessern.
Die mögliche Neuordnung ist Teil der Siemens-Strategie "One Tech Company", die Vorstandsvorsitzender Roland Busch vor eineinhalb Jahren vorstellte. Ziel des Plans ist es, Fachwissen zu bündeln und durch den Abbau von Spartengrenzen überflüssige Strukturen zu beseitigen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würden die Geschäftsbereiche der aufgelösten Sparten direkt an den Vorstand berichten.
Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits tiefgreifende Umstrukturierungen durchlaufen. 2018 gliederte Siemens seine Medizintechnik-Sparte aus, die heute als Siemens Healthineers firmiert. Aktuell leiten Matthias Rebellius und Cedrik Neike die Sparten Smart Infrastructure bzw. Digital Industries. Zwar sind vorerst keine Stellenstreichungen geplant, doch Anpassungen in Vertrieb, Einkauf und Entwicklung gelten als wahrscheinlich.
Siemens hat die Details des Berichts der "Handelsblatt" nicht bestätigt. Ein Sprecher erklärte, es gebe noch keine endgültige Entscheidung über die Umstrukturierungspläne. Die angedachten Änderungen wären ein weiterer Schritt des Konzerns, seine Strukturen zu vereinfachen. Eine engere Zusammenarbeit zwischen den Bereichen soll Doppelungen verringern und die Effizienz steigern. Wann eine Entscheidung fällt oder die Umsetzung beginnt, steht bisher noch nicht fest.






