Reiche fordert radikale Reformen für Deutschlands schwächelnde Wirtschaft
Emma KrausReiche fordert radikale Reformen für Deutschlands schwächelnde Wirtschaft
Wirtschaftsministerin Katharina Reiche fordert Reform-"Fitnesskur" für Deutschland
Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche hat Deutschland zu einem "Fitnessprogramm" aus umfassenden Reformen aufgerufen. Sie mahnte zu neuem Wettbewerbsgeist und warnte, das Land müsse "wieder siegeswillig" sein – angesichts der enttäuschenden Frühjahresprognose für die Konjunktur.
Reiche schlug strukturelle Großreformen vor, um die Wirtschaftskraft zu stärken. Dazu gehören flexiblere Arbeitsgesetze und eine Ausweitung der Gesamtarbeitszeit. Zudem forderte sie strengere Kontrollen der explodierenden Energiekosten, um Unternehmen zu entlasten.
Die Ministerin betonte, dass die Reformen über den aktuellen Koalitionsvertrag hinausgehen müssten. Ihr Plan zielt darauf ab, dass Sozialsysteme keine zusätzlichen Belastungen für Beschäftigte oder die Wirtschaft verursachen. Gleichzeitig setzte sie sich für mehr Investitionen in Forschung und Innovation ein, um Deutschlands globale Wettbewerbsfähigkeit zu schärfen.
Reiche kündigte an, die Reformen noch vor dem Sommer vorantreiben zu wollen. Auch Bundeskanzler und Finanzminister haben bereits eigene Vorschläge zur Bewältigung der Wirtschaftskrise vorgelegt. Eine konkrete Regierungsreaktion auf die aktuelle Frühjahresprognose – die für 2026 nur noch ein Wachstum von 0,6 Prozent vorhersagt, bedingt durch den Energieschock infolge des Iran-Kriegs – steht jedoch noch aus.
Reiches Pläne zielen auf Arbeitsmarktflexibilität, Energiepreisbremse und längst überfällige Strukturreformen ab. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie Deutschlands Wirtschaftspolitik noch vor dem Sommer neu ausrichten. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, wie die Warnungen der Prognose aufgegriffen werden.






