25 April 2026, 02:16

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs auf – und korrigiert sich selbst

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen aus der Frauenwahlrechtsbewegung, mit einer Frau in der Mitte sitzend und Text unten, der "Die Frauenwahlrechtsbewegung" lautet.

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs auf – und korrigiert sich selbst

Philipp Amthor, Politiker der CDU, hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Haltung einzunehmen. Er warnte davor, das Thema linksgerichteten Gruppen zu überlassen, und betonte, dass Gleichberechtigung eine konservative Priorität bleiben müsse. Seine Äußerungen kommen nach Jahren uneinheitlicher Positionen zu feministischen Forderungen.

2019 lehnte Amthor mehrere zentrale feministische Anliegen ab. Er sprach sich gegen die Abschaffung des strafrechtlichen Abtreibungsverbots sowie des sogenannten "Werbeverbots" für Schwangerschaftsabbrüche aus. Im selben Jahr lehnte er auch einen Vorschlag ab, der eine paritätische Besetzung von Parteikandidatenlisten vorschrieb, und bezeichnete diesen als verfassungswidrig.

Erst 2023 setzte er sich für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in staatlichen Einrichtungen ein. Nun jedoch unterstreicht er die Bedeutung, errungene Fortschritte in der Gleichberechtigung zu verteidigen – insbesondere gegen die rechtspopulistische AfD. Amthor wirft der Partei vor, biologistische Determinismen, starre Geschlechterklischees und ein überholtes Frauenbild zu verbreiten, das Frauen als das "schwächere Geschlecht" darstelle.

Er fordert Männer auf, sich aktiv gegen solche Vorstellungen zu stellen. Zudem kritisiert Amthor, dass Frauen einer ungerechtfertigten Bewertung ausgesetzt seien, bei der ihr Äußeres oft über ihre Argumente gestellt werde – ein Maßstab, dem Männer selten unterlägen. Zwar räumt er ein, dass CDU und Unionsfraktion in der Gleichstellungspolitik eine klare Linie verfolgten, doch brauche man dafür keine Vorgaben von links.

Seine jüngsten Aussagen markieren einen Tonwechsel: Amthor lenkt den Fokus auf die alltäglichen Herausforderungen der Gleichberechtigung und warnt, dass diese in der politischen Debatte zu oft vernachlässigt würden.

Sein Appell zeigt, wie sehr die CDU intern über Feminismus und Geschlechterpolitik diskutiert. Während er sich früher gegen zentrale feministische Forderungen stellte, positioniert er sich nun gegen rechtsextreme Ideologien. Die Frage ist, wie die Partei diese widersprüchlichen Haltungen künftig in Einklang bringen wird.

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