17 June 2026, 19:16

P-Konten in der Kritik: Warum der Pfändungsschutz oft scheitert

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

P-Konten in der Kritik: Warum der Pfändungsschutz oft scheitert

Deutschland kämpft mit wachsenden Problemen bei Pfändungsschutzkonten

In Deutschland mehren sich die Schwierigkeiten mit sogenannten P-Konten – Girokonten mit Pfändungsschutz, die zwar ein Existenzminimum vor Gläubigern sichern sollen, aber oft unerwartete Hürden mit sich bringen. Eine aktuelle Kampagne nimmt sich nun der damit verbundenen Herausforderungen an.

Vom 15. bis 19. Juni steht die Aktionswoche Schuldnerberatung unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ ganz im Zeichen dieser Konten. Im Fokus stehen häufige Probleme wie abgelehnte Kartenzahlungen oder gesperrte Bargeldabhebungen am Automaten – besonders für Verschuldete.

Ein P-Konto schützt monatlich 1.560 Euro vor Pfändung, um die grundlegende Lebenshaltung zu sichern. Doch nicht jedes Konto lässt sich umwandeln: Banken können Anträge ablehnen, selbst bei geduldeten Überziehungen. Auch Gemeinschaftskonten sind schwerer in P-Konten umzuwandeln als Einzelkonten.

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Die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth bietet kostenlose und anonyme Hilfe zu diesen Fragen an – telefonisch während der Öffnungszeiten oder per Online-Beratung. Experten raten Inhabern eines P-Kontos zudem, laufende Zahlungsverpflichtungen an Gläubiger zu prüfen, um weitere finanzielle Belastungen zu vermeiden.

In Deutschland kommt es monatlich zu 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen. Trotz des Schutzes ändert ein P-Konto jedoch nichts an bestehenden Vertragsbedingungen wie Gebühren oder der Nutzung der Girocard.

Ziel der Aktionswoche ist es, Betroffenen den Umgang mit den Komplexitäten von P-Konten zu erleichtern. Kostenlose Beratungsangebote unterstützen Menschen, deren Konten gepfändet wurden. Die Initiative will sicherstellen, dass sie trotz Schulden Zugang zu lebensnotwendigen Mitteln behalten.

Quelle