Hamburger Jugendverband VKJH droht wegen Geldmangel die Schließung aller 17 Einrichtungen
Moritz PetersHamburger Jugendverband VKJH droht wegen Geldmangel die Schließung aller 17 Einrichtungen
Hamburgs Jugendwohlfahrtsverband VKJH steht vor der Schließung
Der Hamburger Jugendwohlfahrtsverband VKJH kämpft wegen finanzieller Instabilität ums Überleben. Die Organisation beschäftigt derzeit 90 Festangestellte und 150 freie Mitarbeiter:innen, scheitert jedoch an der Unterfinanzierung angesichts einer stetig wachsenden Arbeitsbelastung. Ohne eine Lösung bleibt die Zukunft des Verbandes ungewiss.
Um eine Geschäftsführungskraft und eine Verwaltungsstelle halten zu können, benötigt der VKJH jährlich zusätzliche 120.000 Euro. Beide Positionen sind unverzichtbar, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Sollte bis Ende Juni keine Finanzierung gesichert werden, müsste der Verband seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter abgeben.
Die Stadt schlägt vor, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen. Dies würde eine Neuausschreibung erfordern. Zudem droht die Schließung des OHA!-Büros des VKJH, das 2017 eingerichtet wurde und jährlich rund 300 Beratungen durchführt.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BNO) hat Bedenken gegen das erneute Vergabeverfahren geäußert. Er hinterfragt die Notwendigkeit einer Neuausschreibung und hat sich eingeschaltet, um auf die damit verbundenen Risiken hinzuweisen. Die Schulbehörde hat jedoch bereits beschlossen, die Ombudsstelle neu auszuschreiben, und zeigt keine Anzeichen, von diesem Kurs abzurücken.
Das Überleben des VKJH hängt nun davon ab, ob zusätzliche Mittel bewilligt oder die Pläne der Stadt revidiert werden. Ohne eine Intervention könnte der Verband gezwungen sein, seine Arbeit einzustellen. Der mögliche Verlust des OHA!-Büros und seiner Angebote würde viele junge Menschen ohne Unterstützung zurücklassen.






