McCormick verhandelt über Milliarden-Deal für Unilever-Marke Knorr
Laut Medienberichten führt der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company Verhandlungen über die Übernahme von Knorr, der bekannten deutschen Lebensmittelmarke. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er Milliarden wert sein und würde einen weiteren bedeutenden Strategiewechsel des Konzerns Unilever markieren. Das Unternehmen strukturiert sein Geschäft bereits seit einiger Zeit um und konzentriert sich dabei auf Produkte mit höheren Gewinnmargen.
Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever, nachdem der britisch-niederländische Konzern 1998 den Lebensmittelhersteller Bestfoods übernommen hatte. Die Marke, die vor allem für ihre Suppen, Würzmischungen und Brühewürfel bekannt ist, bleibt in Deutschland und darüber hinaus ein fester Begriff in vielen Haushalten.
Das in Maryland ansässige Unternehmen McCormick & Company zählt zu den weltweit größten Herstellern von Gewürzen, Kräutern und scharfen Saucen. Mit einem Jahresumsatz von fast 7 Milliarden Dollar und rund 14.000 Mitarbeitern würde die Übernahme die globale Präsenz des Konzerns weiter ausbauen.
Die mögliche Übernahme folgt auf Unilevers Entscheidung, seine Eiscreme-Sparte 2025 als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. Dieser Schritt ist Teil der anhaltenden Bemühungen des Konzerns, sein Portfolio zu straffen und sich auf lukrativere Geschäftsbereiche zu konzentrieren.
Falls der Deal abgeschlossen wird, würde Knorr von Unilever in den Besitz von McCormick übergehen. Die Übernahme würde das Produktportfolio von McCormick stärken und gleichzeitig zu Unilevers Strategie passen, sich auf ertragreichere Segmente zu fokussieren. Finanzielle Details und die endgültigen Konditionen stehen jedoch noch aus.






