Mangelnde Nachfolgeplanung kostet deutsche Wirtschaft Milliarden pro Jahr
Emma KrausMangelnde Nachfolgeplanung kostet deutsche Wirtschaft Milliarden pro Jahr
Eine neue Studie der Unternehmensberatung BWS Consultants zeigt, dass mangelnde Nachfolgeplanung die deutsche Wirtschaft jährlich Milliarden kostet. Die Untersuchung belegt, dass Führungswechsel häufig scheitern – mit Familienstreitigkeiten als häufigster Ursache.
Für die Studie wurden 100 mittelständische deutsche Unternehmen analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass 43 Prozent der gescheiterten Übergaben auf Konflikte innerhalb der Familie zurückgehen. Bei weiteren 35 Prozent führt der plötzliche Ausfall des Chefs durch Krankheit oder Tod zu einem unvorbereiteten Machtwechsel.
In 33 Prozent der Fälle fällt es den bisherigen Führungskräften schwer, loszulassen. Unternehmensspezifische Herausforderungen wie Veränderungen des Geschäftsmodells sind für 29 Prozent der Misserfolge verantwortlich. Peter Hertweck, Geschäftsführer von BWS, betont, dass viele erfolgreiche Unternehmer kaum Erfahrung damit haben, ihr Lebenswerk in die richtigen Hände zu übergeben.
Laut Hertweck entziehen diese gescheiterten Übergaben der deutschen Wirtschaft jährlich Milliarden. Die Ergebnisse unterstreichen die finanziellen Risiken unzureichender Nachfolgestrategien. Die Studie macht deutlich, dass Führungswechsel oft an persönlichen und strukturellen Problemen scheitern. Ohne durchdachte Planung drohen Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Verluste – viele davon ließen sich durch klare Nachfolgeregelungen vermeiden.






