18 June 2026, 12:15

Linke distanziert sich von Lob für Stalin und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linken Jugend

Linke distanziert sich von Lob für Stalin und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen Mitglieder ihres Jugendverbandes distanziert. Dabei ging es um Lob für autoritäre Regime sowie antisemitische Kommentare über Israel. Parteivertreter verurteilten die Aussagen scharf und kündigten Konsequenzen an.

Wie der Bayerische Rundfunk zuerst berichtete, hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] in einer internen Diskussion Joseph Stalin, Mao Zedong und den ehemaligen DDR-Staat gelobt. Die Gruppe äußerte zudem antisemitische Aussagen, darunter Vergleiche mit „israelischen Konzentrationslagern“ und „israelischem Völkermord“. Zudem wurde ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ („Israel verrecke“) geteilt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner wies die Äußerungen entschieden zurück. Sie erklärte, die Partei prüfe die Vorwürfe und treibe Sanktionen voran. Schwerdtner begrüßte zudem, dass sich der Jugendverband von den Vorfällen distanziert habe.

Christian Schaft, Fraktionschef der Linken in Thüringen, forderte eine klare Verurteilung auf dem Bundesparteitag. Auch die Berliner Parteivorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer verlangten Konsequenzen. Sie betonten, dass jede Dämonisierung oder Infragestellung des Existenzrechts Israels inakzeptabel sei.

Die Linke verwies auf eine Erklärung von [’solid], die die DDR und ähnliche Systeme ausdrücklich ablehnt und Antisemitismus verurteilt. Mehrere Landespolitiker der Partei zeigten sich empört über die Äußerungen. Mitglieder der Linksjugend [’solid] waren bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Aussagen in die Kritik geraten.

Die Linke hat ihre Haltung deutlich gemacht: Sie verurteilt die Aussagen und leitet disziplinarische Schritte ein. Auch der Jugendverband hat sich von den umstrittenen Äußerungen distanziert.

Quelle