25 June 2026, 00:15

Kulturschaffende kämpfen um Existenz – warum Deutschlands Kultur stirbt

Kulturabbau

Kulturschaffende kämpfen um Existenz – warum Deutschlands Kultur stirbt

Deutschlands Kulturbereich steht vor wachsenden Existenzbedrohungen

Durch Haushaltskürzungen und politische Angriffe werden Kulturschaffende zunehmend in prekäre Verhältnisse gedrängt, während gleichzeitig die Vielfalt der Stimmen in Medien und Kunst schwindet. Parteien wie die CDU verschärfen ihre Vorstöße gegen kritischen Journalismus, freie Theater, Museen und Bildungsprojekte. Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Trends, bei dem Kulturförderung unter dem Vorwand gestrichen wird, das Land wieder „kriegsfähig“ machen zu müssen. Gleichzeitig dient der Abbau kultureller Einrichtungen als Rechtfertigung für Kürzungen im Sozialbereich.

Der Rückgang kultureller Diversität hängt auch mit veränderten Mediennutzungsgewohnheiten zusammen. Immer weniger Akteure kontrollieren, welche Kritik und Kultur die Öffentlichkeit erreicht – und entscheiden so ohne breite Mitsprache über den Wert künstlerischer Arbeit. Diese Machtkonzentration führt dazu, dass viele Kulturschaffende unterbewertet und finanziell unsicher bleiben.

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Der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker betonte einst, Kultur sei kein Luxus, sondern das geistige Fundament der Gesellschaft. Ihre Förderung verglich er mit essenziellen öffentlichen Leistungen wie Straßenbau oder Sicherheit – und unterstrich ihre Notwendigkeit für eine funktionierende Demokratie.

Der antidemokratische Kulturkampf der extremen Rechten und der Rückzug der staatlichen Kulturförderung sind eng miteinander verknüpft. Ohne kollektives Handeln und organisatorische Strukturen werden Kulturschaffende weiter um faire Bezahlung und Anerkennung kämpfen müssen. Die aktuelle Politik gefährdet genau jene Institutionen, die eine lebendige und demokratische Gesellschaft tragen.

Quelle