20 June 2026, 00:14

Köln und Düsseldorf fordern kontrollierten Mikrohandel mit harten Drogen

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern kontrollierten Mikrohandel mit harten Drogen

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf drängen auf eine rechtliche Prüfung, um den Mikrohandel mit harten Drogen in kontrollierten Einrichtungen zu ermöglichen. Torsten Burmester und Stephan Keller fordern spezielle Räumlichkeiten, in denen kleine Mengen legal gekauft und verkauft werden könnten. Ihrer Meinung nach würde dies die wachsenden Probleme in ihren Städten entschärfen.

Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem Brennpunkt für Drogenabhängige entwickelt, was Anwohner und Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen stellt. Burmester wies auf die Belastungen hin, die diese Situation für das Viertel mit sich bringt.

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In großen deutschen Städten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt hat Crack Heroin mittlerweile als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst. Stephan Keller betonte, dass Sucht oft zu aggressivem Betteln, Diebstahl und Prostitution führe.

Die Oberbürgermeister haben an den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach geschrieben und eine rechtliche Einschätzung angefordert. Ihr Ziel ist es, Mitarbeitenden in Drogenkonsumräumen klare, rechtssichere Handlungsrichtlinien an die Hand zu geben. Gleichzeitig erhoffen sie sich von diesem Ansatz eine Reduzierung der Kriminalität und eine Entlastung des öffentlichen Raums.

Beide Städte sind bereit, beim Thema Legalisierung des Handels mit harten Drogen eine Vorreiterrolle einzunehmen. Der Vorschlag konzentriert sich auf medizinisch betreute Zentren, in denen schwerstabhängige Konsumenten kleine Transaktionen tätigen könnten.

Die Oberbürgermeister sind überzeugt, dass diese Maßnahme mehr Ordnung in chaotische Stadtviertel bringen würde. Zudem böte sie strukturierte Hilfsangebote für Suchtkranke. Nun liegt der Ball beim Justizministerium, das über das Anliegen entscheiden muss.

Quelle