18 June 2026, 00:13

Jogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zum politischen Akteur

Wie in den schlechten alten Tagen: Deutschlands 'Bundesiogi' spukt Merkels

Jogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zum politischen Akteur

Jogi Löw stieg nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft zu einer prägenden Figur im deutschen Fußball und in der Politik auf. Sein Einfluss reichte weit über das Spielfeld hinaus, da er Aufgaben übernahm, die ihn eng mit der politischen Führung des Landes verbanden.

Löw führte Deutschland 2014 zum historischen WM-Titel. Nach diesem Erfolg glaubte er, dass seine Karriere noch größere Höhen erreichen würde. Doch seine Amtszeit endete enttäuschend: 2018 schied Deutschland erstmals überhaupt in der Vorrunde aus. 2021 trat er nach einem weiteren frühen Ausscheiden – diesmal im Achtelfinale der EM 2020 – von seinem Posten zurück.

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Abseits des Fußballs engagierte sich Löw politisch. 2017 verlieh ihm die Partei Bündnis 90/Die Grünen einen Sitz in der Bundesversammlung, wo er für Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident stimmte. Zudem galt er als inoffizieller Unterstützer der Regierung Angela Merkels und stand hinter deren Politik. Unter seiner Führung wurde die Nationalmannschaft zum Symbol eines offeneren, fortschrittlicheren Deutschlands – ein Image, das im Ausland mitunter belächelt wurde.

Auch nach seinem Rücktritt blieb Löw ein kritischer Beobachter der Mannschaftsleistungen. Trotz des deutlichen Auftaktsiegs bei der WM 2022 – dem höchsten seit 2002 – stellte er die allgemeine Stabilität des Teams infrage.

Löws Vermächtnis ist von Triumphen und Kontroversen geprägt. Seine fußballerischen Erfolge und sein politisches Engagement hinterließen Spuren in der deutschen Identität. Seine Karriere verkörpert eine einzigartige Verbindung von Sport und öffentlichem Wirken.

Quelle