Jan van Aken verlässt die Linke – ein Rücktritt mit Stil und Folgen
Jan van Aken hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der Linken bekannt gegeben. Sein Abschied erfolgt nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit, die das Schicksal der Partei entscheidend verändert hat. Der Schritt markiert einen seltenen Moment des freiwilligen Wechsels in einer Partei, die oft von internen Konflikten geprägt ist.
Van Aken und Ines Schwerdtner übernahmen die Führung im Oktober 2024. Unter ihrer Leitung stiegen die Umfragewerte der Linken innerhalb weniger Monate von 2–3 auf 8,8 Prozent. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 konnten sie zudem über 700.000 Wähler von den Grünen gewinnen.
Bei seiner letzten Pressekonferenz gestand van Aken den Journalisten mit einem Augenzwinkern: „Wir haben euch zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt.“ Zudem präsentierte er eine schwarze Kiste, mit der er den optischen Höhenunterschied zwischen sich und Schwerdtner kaschiert hatte. Trotz der theatralischen Inszenierung lobte er ihre Arbeit als „absolut herausragend“.
Gemeinsam mit Heidi Reichinnek erweiterte er die Anziehungskraft der Partei auf ältere Wähler und festigte ihre außenpolitische Position. Seine Amtszeit, eine der kürzesten in der Geschichte der Linken, hinterlässt dennoch deutliche Spuren.
Van Akens Abgang war – ganz seinem Stil entsprechend – von Humor und Dramatik geprägt. Als sein Nachfolger gilt nun Luigi Pantisano, der voraussichtlich auf dem anstehenden Parteitag in Potsdam gewählt wird. Angesichts der jüngsten Erfolge der Linken übernimmt er eine deutlich gestärkte Position.






