02 April 2026, 00:25

Humanistische Partei scheitert erneut bei der Bundestagswahl 2025 mit 0,0 Prozent

Ein altes Buch mit einer Karte der Vereinigten Staaten, die in Abschnitte unterteilt ist, die verschiedene politische Parteien darstellen, mit begleitendem Text zur Geschichte jeder Partei.

Humanistische Partei scheitert erneut bei der Bundestagswahl 2025 mit 0,0 Prozent

Die Humanistische Partei – Fakten, Freiheit, Fortschritt (PdH) kämpft seit ihrer Gründung im Jahr 2014 darum, in deutschen Wahlen Fuß zu fassen. Trotz der Teilnahme an Bundestags-, Europa- und Landtagswahlen blieb ihr Stimmenanteil in den letzten Jahren stets unter 0,2 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2025 erlitt die Partei einen erneuten Rückschlag und erreichte 0,0 Prozent der Zweitstimmen.

Die PdH wurde 2014 als soziale, liberale und progressive Kraft gegründet. Zu ihren Kernwerten zählen individuelle Freiheit, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie eine klare Trennung von Kirche und Staat. In den vergangenen zehn Jahren trat sie bei mehreren Wahlen an, konnte jedoch nie den Durchbruch schaffen und pendelte sich stets zwischen 0,1 und 0,2 Prozent der Stimmen ein.

Bei der Bundestagswahl 2021 erhielt die Partei rund 10.000 Stimmen und lag damit weit hinter jüngeren Konkurrenten wie der BSW, die 2024 auf 6,2 Prozent kam. Ähnliche Trends zeigten sich bei der Europawahl 2024, wo die PdH erneut unter 0,1 Prozent blieb. Zum Vergleich: Kleinere Parteien wie Volt (0,1 Prozent 2021) oder Die Partei (0,4 Prozent 2021) schnitten besser ab.

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Inhaltlich setzt sich die PdH für eine wissenschaftsbasierte Klimapolitik und ein stärkeres Bildungssystem ein. Sie fordert, den Religionsunterricht durch Ethikfächer zu ersetzen und die Schulbildung bundesweit zu vereinheitlichen. Im Gesundheitsbereich lehnt die Partei die Privatisierung von Krankenhäusern ab und verlangt ein einheitliches staatliches Versicherungssystem. Zudem tritt sie für die Deregulierung von Leihmutterschaft, Prostitution, Sterbehilfe und Abtreibung ein – stets mit dem Argument der persönlichen Selbstbestimmung.

Für die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg konzentriert sich die PdH auf ländliche und wirtschaftlich benachteiligte Regionen. Ziel ist es, soziale Ungleichheit zu bekämpfen, ohne dabei die progressive Grundausrichtung aufzugeben.

Trotz ihrer klaren Positionen in Bildung, Gesundheit und gesellschaftlicher Liberalisierung bleibt die PdH eine politische Randerscheinung. Das enttäuschende Ergebnis bei der Bundestagswahl 2025 markiert einen weiteren Tiefpunkt. Ob es der Partei gelingt, künftig mehr Wähler zu erreichen, hängt davon ab, ob ihre regionalen und nationalen Kampagnen größere Aufmerksamkeit erzeugen können.

AKTUALISIERUNG

PdH's 2025 Election Efforts Highlight Resilience Amid Challenges

Despite securing 0.0% of second votes in the 2025 Bundestag election, the PdH achieved a procedural victory by submitting four approved Landeslisten (Niedersachsen, Bayern, Sachsen, Hessen) after collecting over 2,200 signatures each. This success came despite shortened deadlines for the vorgezogene Wahl. Party leaders now focus on Kommunalwahlen 2026, with Niedersachsen's Ole Teschke stating: 'The AfD bekämpft man nicht mit ihren eigenen Narrativen.' Bayern's Philip Ledina added: 'Unter diesen demokratiehemmenden Bedingungen war alleine die Wahlteilnahme für kleinere Parteien ein Erfolg.'