11 April 2026, 08:17

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 3,1-Prozent-Lohnerhöhung

Plakat mit Text, der zur Teilnahme an Kriegsbemühungen aufruft, mit einer Skizze und dem Satz "Bist du einer von denen, die in dieser Krise unserer Geschichte kämpfen noch bezahlen, damit andere kämpfen können? Kämpfen oder bezahlen."

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 3,1-Prozent-Lohnerhöhung

Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung fällt nach einem Vorschlag des Unternehmens, die Erhöhung um ein Jahr zu verschieben – begründet mit finanziellen Schwierigkeiten. Ursprünglich sollten die Mitarbeiter ab dem 1. April eine Lohnerhöhung von 3,1 Prozent erhalten.

Die bereits ausgehandelte Gehaltsanpassung sollte eigentlich am 1. April in Kraft treten. Stattdessen bat Hettich die Belegschaft, die Erhöhung um zwölf Monate aufzuschieben. Das Unternehmen argumentiert, dieser Schritt werde dazu beitragen, die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Berichten zufolge haben mindestens 90 Prozent der Beschäftigten dem Vorschlag inzwischen zugestimmt.

Durch die Verschiebung der Gehaltserhöhung erhofft sich das Unternehmen eine Ersparnis von mehreren Millionen Euro. Für die Mitarbeiter bedeutet dies jedoch, dass ihnen im kommenden Jahr jeweils über 1.000 Euro entgehen. Hettich weist Vorwürfe zurück, Druck auf die Belegschaft ausgeübt zu haben, und betont, dass die Entscheidung jedem Einzelnen freigestellt gewesen sei.

Die Gewerkschaft IG Metall kritisiert die Vereinbarung scharf und wirft dem Unternehmen vor, die Beschäftigten unzumutbar unter Druck zu setzen. Hettich hält die Verschiebung hingegen für notwendig, um Arbeitsplätze zu sichern und die Zukunft des Betriebs zu gewährleisten.

Die Gehaltserhöhung wird nun vorerst ausgesetzt – die meisten Mitarbeiter verzichten auf die geplante Lohnerhöhung. Während das Unternehmen durch die Maßnahme Millionen einsparen wird, müssen die Beschäftigten spürbare Einkommenseinbußen hinnehmen. Die Bedenken der Gewerkschaft bleiben bestehen, was die Spannungen zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern weiter anheizt.

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