"Helden": Wie ein junges Ensemble Heldentum radikal neu definiert
„Helden“ – ein Stück, das herkömmliche Heldenbilder herausfordert
Ein neues Theaterstück mit dem Titel „Helden“ stellt traditionelle Vorstellungen von Heldentum infrage. Entwickelt vom Jugendkollektiv Active Player NK verbindet es Performance, Humor und persönliche Erzählungen. Die Inszenierung wird gemeinsam von Mohammad Eliraqui und Lujain Mustafa geleitet, wobei das junge Ensemble maßgeblich an der künstlerischen Ausrichtung mitwirkt.
Mohammad Eliraqui begann seine Schauspielkarriere im Heimathafen Neukölln, einem Berliner Veranstaltungsort, der kostenlose Workshops für 12- bis 26-Jährige anbietet. Die Plätze werden per Losverfahren vergeben – Vorsprechen sind nicht nötig. Dort wurde er vom Filmregisseur Damir Lukačević entdeckt.
Seit 2022 leitet Eliraqui Active Player NK, eine Gruppe, die jungen Menschen eine Plattform für kreativen Ausdruck bietet. In „Helden“ hinterfragt das Kollektiv das Ideal des selbstlosen Helden. Stattdessen rückt das Stück Authentizität, Ehrlichkeit und die eigenen Erfahrungen der Darsteller:innen in den Mittelpunkt.
Die Produktion mischt Sketche, Monologe und lebendige Szenen. Gesang, Tanz und inszenierte Kämpfe sorgen für hohe Energie, während das Publikum die jungen Schauspieler:innen oft begeistert anfeuert. Einige Momente beinhalten philosophische Reflexionen, scharfe Gesellschaftskritik und schwarzen Humor – etwa in einer Szene, die den Kapitalismus auf die Schippe nimmt.
Das Stück gibt den Performern Raum, sie selbst zu sein und ihre Kreativität zu feiern. Es bietet eine frische Perspektive auf Heldentum und präsentiert gleichzeitig die Talente des jungen Ensembles. „Helden“ ist eine mutige, dynamische Inszenierung – geformt von denen, die sie zum Leben erwecken.






