Großrazzia in Langenfeld deckt systematischen Betrug mit Scheinwohnsitzen auf
Moritz FischerGroßrazzia in Langenfeld deckt systematischen Betrug mit Scheinwohnsitzen auf
Bei einer gemeinsamen Aktion in Langenfeld ist ein weitverbreiteter Betrug mit Scheinwohnsitzen und illegalen Wohnungsgeschäften aufgedeckt worden. Unter der Leitung von Oliver Konsierke stießen die Ermittler auf unautorisierte bauliche Veränderungen, falsche Anmeldungen sowie mögliche Schwarzarbeit an mehreren Adressen. Der Fall ist Teil einer größeren Offensive der Initiative GeKo Rhein Wupper, die sich gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug in der Region richtet.
Die Ermittlungen begannen, nachdem Behörden Unregelmäßigkeiten bei der Nutzung von Immobilien festgestellt hatten, darunter Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz. An einer Adresse gab es Verdachtsmomente wegen einer erfundenen Vaterschaftsanerkennung und illegaler Bauarbeiten. Ein weiteres Objekt in Richrath war bereits offiziell abgemeldet worden, da gegen Meldevorschriften verstoßen worden war.
In Reusrath wurden zwölf Scheinwohnsitze entdeckt, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. Die falschen Anmeldungen schienen darauf abzuzielen, Einwanderungsbestimmungen zu umgehen. An einer dritten Adresse gab es ähnliche Machenschaften. Gleichzeitig müssen sieben Personen nun um ihren rechtlichen Status bangen, da Hinweise auf mögliche Schwarzarbeit vorliegen.
Die Behörden in Langenfeld registrierten zudem ungewöhnliche Investitionsmuster: Personen mit bescheidenen offiziellen Einkünften erwarben großzügige Immobilien. Die Erkenntnisse decken sich mit dem Fokus der GeKo Rhein Wupper-Initiative auf organisierte Kriminalität, Sozialbetrug und Geldwäsche. Die Gruppe, die neun Städte – darunter Wuppertal, Solingen und Remscheid – abdeckt, könnte ihr Tätigkeitsfeld bald auf benachbarte Kommunen wie Mettmann und Erkrath ausweiten.
Die Aktion hat den systematischen Missbrauch von Melde- und Wohnungsrecht aufgedeckt. Mit zwölf nachgewiesenen Scheinadressen und sieben Personen unter Beobachtung ist mit weiteren rechtlichen Schritten zu rechnen. Die Initiative GeKo Rhein Wupper setzt sich weiterhin für eine engere Zusammenarbeit der Behörden ein, um ähnliche Betrugsfälle in der Region zu bekämpfen.






