Goslar testet Tempo 30 auf Probe – mehr Sicherheit für Ohlhof?
Goslar führt ab 9. April ein halbes Jahr lang Tempo 30 auf Probe ein
Ab dem 9. April testet Goslar für sechs Monate eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auf der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee. Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof zu verbessern. Anwohner und der Stadtrat hatten sich nach jahrelangen Verkehrsproblemen für die Änderung eingesetzt.
Der Versuch folgt auf eine Petition aus dem Jahr 2023, in der 238 Ohlhofer Bewohner eine Verkehrberuhigung forderten. Im Mittelpunkt standen dabei die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, was die Stadt zum Handeln veranlasste. Mittlerweile wird das Projekt vom Quartiersverein Ohlhof sowie vom Goslarer Stadtrat unterstützt.
Während der Testphase gilt an den betroffenen Straßen die Vorfahrtsregel "rechts vor links". Geschwindigkeitsmessgeräte oder andere Kontrollinstrumente werden nicht eingesetzt, doch die Stadt wird das Verkehrsaufkommen regelmäßig überwachen. Die Behörden streben an, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h – knapp über dem neuen Limit – zu senken, was durch statistische Erhebungen überprüft wird.
Falls der Versuch zu einer spürbaren Verlangsamung des Verkehrs und einer höheren Sicherheit führt, könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft eingeführt werden. Exakte Unfallzahlen für die beiden Straßen liegen nicht vor, da die jährlichen Berichte Niedersachsens nur gesamtstädtische Werte von 150 bis 200 Vorfällen ausweisen. Die Stadt appelliert nun an alle Verkehrsteilnehmer, ihr Verhalten anzupassen und zum Gelingen der Maßnahme beizutragen.
Der Probebetrieb startet am 9. April und läuft ein halbes Jahr. Sein Erfolg hängt von der Akzeptanz der Autofahrer und messbaren Geschwindigkeitsreduzierungen ab. Erfüllen die Ergebnisse die Erwartungen, könnte die niedrigere Höchstgeschwindigkeit langfristig beibehalten werden.






