Frederik Rønnows überraschendes Nationalmannschaft-Comeback und seine Zukunft bei Union Berlin
Moritz FischerFrederik Rønnows überraschendes Nationalmannschaft-Comeback und seine Zukunft bei Union Berlin
Frederik Rønnows Karriere hat in den letzten Monaten unerwartete Wendungen genommen. Nach seinem Rücktritt aus der dänischen Nationalmannschaft Ende 2024 kehrte der Torhüter überraschend für die WM-Playoffs 2026 in den Kader zurück. Seine klubinterne Zukunft bleibt unterdessen fest mit dem 1. FC Union Berlin verbunden, wo er seit 2021 unter Vertrag steht.
Rønnow hatte seinen Rückzug aus der Nationalelf im November 2024 bekannt gegeben. In einem Instagram-Post nannte er private Gründe für seinen Schritt – eine Entscheidung, die zunächst endgültig schien. Doch im März 2026 holte ihn Nationaltrainer Brian Riemer wegen eines Torhütermangels zurück ins Team.
Sein Comeback fiel just rechtzeitig für die WM-Playoffs: Beim Sieg Dänemarks gegen Nordmazedonien in Kopenhagen saß er zwar nur auf der Bank, doch der Erfolg ebnete den Weg ins Finale gegen Tschechien. Dort scheiterte die Mannschaft jedoch im Elfmeterschießen, womit die Hoffnung auf eine Teilnahme am Turnier 2026 in den USA, Mexiko und Kanada geplatzt war.
Trotz der Enttäuschung betont Rønnow, dass sein Fokus klar auf seinem Verein liegt. Im vergangenen Sommer hatte er seinen Vertrag bei Union Berlin verlängert, wo er seit 2021 spielt. Wiederholt äußerte er sich zufrieden – sowohl sportlich als auch privat – und deutete an, dass die deutsche Hauptstadt möglicherweise den Abschluss seiner Karriere markieren könnte.
Doch die aktuelle Saison verläuft für Union Berlin holprig: Ein einst komfortabler zweistelliger Vorsprung auf die Abstiegsränge schmolz nach nur zwei Siegen in den letzten zwölf Spielen dahing. Dennoch liegt das Team sieben Punkte über dem Relegationsplatz und hat damit noch etwas Luft nach unten.
Rønnows Nationalmannschaftskarriere mag zwar mit einem Dämpfer geendet haben, doch seine Zukunft beim Verein scheint gesichert. Der Torhüter versichert, dass das WM-Aus seine Leistungen für Union Berlin nicht beeinträchtigen werde. Mit verlängertem Vertrag und einer eingelebten Familie wirkt der Schlusmann bereit, auch in absehbarer Zeit das Tor der Berliner zu hüten.






