07 April 2026, 14:29

Deutschlands Wirtschaft bremst stark: Prognosen für 2026 halbiert

Wachstumsprognose mehr als halbiert

Deutschlands Wirtschaft bremst stark: Prognosen für 2026 halbiert

Die Wirtschaftslage Deutschlands hat sich deutlich eingetrübt, nachdem führende Forschungsinstitute ihre Wachstumsprognosen für 2026 drastisch nach unten korrigiert haben. Die starke Abwertung erfolgt vor dem Hintergrund explodierender Energiepreise, die mit dem anhaltenden Iran-Konflikt in Verbindung stehen. In einem am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Bericht wird nun ein deutlich schwächeres Wachstum erwartet als bisher angenommen.

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Sechs große Wirtschaftsforschungsinstitute aus Deutschland und Österreich legten ihre Frühjahresprognose vor und halbierten dabei die Wachstumserwartung für 2026. Demnach wird die Wirtschaft im kommenden Jahr nur noch um 0,6 Prozent wachsen, gefolgt von einem bescheidenen Plus von 0,9 Prozent im Jahr 2027. Timo Wollmershäuser, Forschungsleiter am Münchner ifo Institut, führte den Abschwung auf einen Energieschock zurück, der durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde.

Auch die Inflation wird voraussichtlich steigen: Die Verbraucherpreise sollen 2026 um 2,8 Prozent und im Jahr darauf um 2,9 Prozent anziehen. Die Ökonomen warnten die Politik vor kurzfristigen Lösungen und betonten, dass staatliche Eingriffe zur Deckelung der Energiepreise nach hinten losgehen könnten. Stattdessen forderten sie "gezielte soziale Ausgleichsmaßnahmen", um einkommensschwache Haushalte vor höheren Kosten zu schützen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) reagierte mit dem Appell, "mutige Reformen" anzugehen, um den bevorstehenden Herausforderungen zu begegnen. Die eigenen Wirtschaftsprognosen der Regierung, die am 22. April erwartet werden, sollen weitere Klarheit über die geplante Reaktion Berlins bringen.

Die überarbeitete Prognose zeichnet ein düsteres Bild der kurzfristigen Wirtschaftsentwicklung Deutschlands. Angesichts der durch Energiepreise angetriebenen Inflation, die Haushalte und Unternehmen belastet, stehen die Verantwortlichen vor der schwierigen Aufgabe, Unterstützungsmaßnahmen mit langfristiger Stabilität in Einklang zu bringen. Der anstehende Regierungsbericht wird in den kommenden Wochen die geplante Strategie darlegen.

Quelle