07 April 2026, 16:15

Junge Aktivist:innen aus Halle schaffen Gedenktafel für 155 Shoah-Opfer in Sobibor

Dunkle Gedenktafel an einer Gebäudewand mit der Inschrift "Gedenktafel für die Opfer des Holocaust" in fetter Schrift, eingerahmt von einem dekorativen Rand.

Junge Aktivist:innen aus Halle schaffen Gedenktafel für 155 Shoah-Opfer in Sobibor

Eine Gruppe junger Aktivist:innen aus Halle hat Gelder für eine Gedenktafel gesammelt, die an 155 jüdische Opfer der Shoah erinnern soll. Das Projekt ist Teil der Initiative "Tagebuch der Gefühle" und sieht vor, die Tafel im ehemaligen Vernichtungslager Sobibor anzubringen. Zu ihren Bemühungen gehören das Sammeln von Schrottmetall und die Akquise von Spenden, um die Kosten zu decken.

Das Design der Tafel, das in Zusammenarbeit mit dem Comic-Künstler Nils Oskamp entstand, zeigt zwei Hände, die zueinander greifen. Die kleinere Hand steht für die 16 Monate alte Chana Baer, das jüngste bekannte Opfer aus Halle. Die größere Hand symbolisiert Familien wie die Baers und die Sachs, die einander während der Deportationen zu unterstützen versuchten.

Im Rahmen des "Tagebuchs der Gefühle" halten die Teilnehmenden zudem persönliche Reflexionen fest – ihre Eindrücke und Fragen, die sie bei der Auseinandersetzung mit dieser Geschichte bewegen. Für Juni 2026 plant die Gruppe eine Bildungsreise nach Sobibor.

Die Einnahmen aus der Spendenaktion fließen in eine steinerne Gedenktafel, die von einem Halleschen Steinmetz gefertigt wird. Nach ihrer Vollendung wird sie in Sobibor als dauerhafte Ehrung für die 155 Männer, Frauen und Kinder stehen, die von dort deportiert und ermordet wurden.

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Das Mahnmal soll eine bleibende Erinnerung an die Opfer aus Halle sein. Durch die Anbringung der Tafel in Sobibor bleiben ihre Namen und Geschichten sichtbar. Unterdessen setzen die jungen Aktivist:innen ihre Arbeit fort – eine Verbindung aus Bildung und Gedenken.

Quelle