Dahmen warnt: Ohne GKV-Reform drohen 25 Prozent Beitragssatz bis 2025
Moritz FischerDahmen warnt: Ohne GKV-Reform drohen 25 Prozent Beitragssatz bis 2025
Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat zu dringendem Handlungsbedarf bei der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgerufen. Er warnte, dass weitere Verzögerungen die Beitragssätze bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf bis zu 25 Prozent treiben könnten. Die Regierung steht nun unter Druck, den Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause zu finalisieren.
In Gesprächen mit den Sendern RTL und ntv betonte Dahmen, dass die Diskussionen nun in konkrete Schritte münden müssten. Er forderte die Koalition auf, die Osterpause nicht ungenutzt verstreichen zu lassen und Reformvorschläge ohne weitere Verzögerung vorzulegen. Die GKV-Reformkommission habe bereits kostensenkende Maßnahmen vorgelegt – ein Moment der Wahrheit für die Regierung, wie Dahmen es nannte.
Der Haushaltsausschuss, der die Beitragssätze für das kommende Jahr festlegt, tritt bereits im Oktober zusammen. Bleibt die Finanzierungslücke von 15 Milliarden Euro ungelöst, könnten die Beiträge ab Januar 2025 stark ansteigen. Dahmen warnte, ein solcher drastischer Anstieg gefährde die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Um dies zu verhindern, müsse die Regierung die Gesetzesentwürfe noch vor der Sommerpause verabschieden. Ohne schnelles Handeln drohten steigende Kosten in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, was Arbeitnehmer und Unternehmen zusätzlich belasten würde.
Der Reformaufruf kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Koalition unter Zeitdruck steht. Untätigkeit könnte zu höheren Versicherungsbeiträgen und wirtschaftlichen Risiken führen. Dahmens Warnung unterstreicht die Notwendigkeit sofortiger Entscheidungen, um das System zu stabilisieren.






