Chinesischer Milliardär Li Shufu will größter Daimler-Aktionär werden
Der chinesische Automilliardär Li Shufu könnte sich mit einem beträchtlichen Anteil an Daimler beteiligen. Sein Unternehmen Geely prüft eine Investition in Milliardenhöhe, die ihn zum größten Einzelaktionär des deutschen Automobilkonzerns machen würde. Der Schritt folgt auf Gespräche zwischen Li Shufu und Daimler-Chef Dieter Zetsche.
Erstmals hatte Geely im November 2021 eine Beteiligung an Daimler vorgeschlagen, doch das Vorhaben wurde damals abgelehnt. Nun haben neue Verhandlungen zwischen den beiden Spitzenmanagern stattgefunden. Ein mögliches Abkommen könnte eine Allianz schaffen, um gegen die vorrückenden Tech-Konzerne in der Automobilbranche zu bestehen.
Daimler treibt unterdessen die Pläne voran, in Kürze hochautomatisierte Fahrzeuge der Stufe 3 auf den Markt zu bringen. Auch vollständig autonome Autos der Stufen 4 und 5 befinden sich in der Entwicklung. Mit der Partnerschaft mit Bosch strebt das Unternehmen eine Führungsrolle im Bereich der Robotaxis an.
Nach deutschen Vorschriften müssen Aktionäre, die mehr als 3 oder 5 Prozent der Anteile erwerben, ihre Beteiligung öffentlich offenlegen. Der staatliche Kuwait Investment Authority hält derzeit 6,8 Prozent an Daimler und ist damit größter Einzelaktionär. Bisher zeigte die Daimler-Aktie jedoch kaum Reaktion auf die Investitionsgerüchte.
Falls die Transaktion zustande kommt, könnte Li Shufus Engagement die Eigentümerstruktur von Daimler grundlegend verändern. Zudem könnte die Partnerschaft die Position des Konzerns im Bereich des autonomen Fahrens stärken. Überschreitet die Beteiligung die regulatorische Schwelle, werden die deutschen Offenlegungsregeln für Transparenz sorgen.






