CDU-Sozialreformen: Radtke fordert von Merz mehr Führung vor Parteitag in Stuttgart
Moritz FischerSozialstaat-Debatte: CDU-Arbeitsflügel fordert mehr Führung von Merz - CDU-Sozialreformen: Radtke fordert von Merz mehr Führung vor Parteitag in Stuttgart
Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU-Arbeitnehmerflügels, hat Bundeskanzler Friedrich Merz aufgefordert, bei der Gestaltung der Sozialreformen stärker Führung zu zeigen. Seine Äußerungen fallen kurz vor dem Bundesparteitag der CDU in Stuttgart an diesem Wochenende, auf dem Merz seine Wiederwahl zum Parteivorsitzenden anstrebt.
Radtke kritisierte aktuelle Vorschläge als zu stark auf wirtschaftsliberale Prinzipien ausgerichtet, während die Sorgen der Arbeitnehmer vernachlässigt würden. Zudem warnte er, die jetzige Ausrichtung der Partei schade ihrer öffentlichen Unterstützung – Umfragen zeigen eine Stagnation zwischen 24 und 27 Prozent.
Gleichzeitig betonte Radtke, er erwarte nicht, dass Merz allein ein vollständiges Sozialreformkonzept ausarbeite. Stattdessen forderte er den Kanzler auf, die verschiedenen Vorschläge innerhalb der Partei zu bündeln und zu einer klaren Strategie zusammenzuführen. Entscheidend sei dabei, diese Ideen überzeugend an die Wähler zu vermitteln.
Seine Kritik richtete sich auch gegen die grundsätzliche Debatte in der CDU. Aktuelle Positionen zu Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, so Radtke, nähmen zu einseitig marktliberale Standpunkte ein. Diese Entwicklung berge die Gefahr, die traditionelle Wählerschaft der Partei – vor allem Arbeitnehmer – zu entfremden.
Auf dem anstehenden Parteitag in Stuttgart wird über einen Antrag zu Mieten, Wohnungsbau und Wohneigentum abgestimmt – ein Bereich, den Radtke als zentral ansieht. Er hofft, dass dies helfen könnte, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Die CDU liegt in Umfragen seit Monaten unverändert, zuletzt gleichauf mit der AfD – das erste Mal seit Ende Januar 2026.
Die Unzufriedenheit mit Merz' Führung ist gewachsen: Mitte Januar äußerten nur noch 43 Prozent Zustimmung, während 52 Prozent ihn ablehnten. Zu den Gründen für die Schwächephase der CDU zählen anhaltende Streitigkeiten um die Abschaffung des Heizungsgesetzes, unklare Klimapolitik sowie wirtschaftliche Sorgen wie rückläufige Verkäufe von Heizungsanlagen.
Der CDU-Bundesparteitag findet am Freitag und Samstag in Stuttgart statt. Merz' Kandidatur für die Wiederwahl folgt auf Wochen der Kritik an der inhaltlichen Ausrichtung und dem öffentlichen Image der Partei. Das Ergebnis der Wohnungsbau-Resolution und Merz' Fähigkeit, die Sozialreformpläne der Partei zu einen, könnten die Position der CDU in den kommenden Monaten prägen.
Merz's Approval Plummets to 15% as CDU Faces Internal Revolt Over Social Reforms
Latest reports indicate public confidence in Chancellor Merz has collapsed to 15%, down from 43% in February. The CDU-Arbeitnehmerflügel has intensified its criticism:
- Dennis Radtke accuses reforms of placing the main burden on workers through demands for more work.
- Internal revolt grows as Radtke warns of 'one-sided impositions' harming the party's traditional voter base.
- The CDU now trails the AfD in polls, with 15% approval, marking its lowest support since 2026.






