CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Instagram zurück
Moritz FischerCDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Instagram zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Brandenburgischen CDU-Landtagsfraktion, ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern auf Instagram in die Kritik geraten. Der Beitrag, der Uniformierte auf historischen Fahrzeugen aus der NS-Zeit zeigte, löste umgehend Empörung aus. Bommert räumte später ein, einen Fehler begangen zu haben, und trat von seinem Posten als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.
Das umstrittene Video war zunächst auf Bommerts Instagram-Account gepostet, dann aber schnell wieder entfernt worden. Zunächst hatte er sich zu dem Vorfall nicht äußern wollen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Steeven Bretz, verurteilte den Inhalt scharf und erklärte, er "distanziere sich auf das Entschiedenste von Material dieser Art und dessen Verbreitung".
Bommert war bereits zuvor in die Kritik geraten, nachdem er in einem WhatsApp-Status seine Lieblingspolitiker aufgelistet hatte – darunter die Grünen-Politiker Robert Habeck und Annalena Baerbock sowie Bundeskanzler Olaf Scholz. Diesmal jedoch waren die Konsequenzen schwerwiegender: Die CDU sprach ihm eine offizielle Rüge aus, verzichtete jedoch auf weitere Sanktionen, sodass er seine übrigen Parteiämter behielt.
Der Vorfall hat innerhalb der CDU interne Diskussionen ausgelöst. Bretz kündigte an, die Angelegenheit in einem persönlichen Gespräch mit Bommert zu klären. Aus Unterlagen geht hervor, dass in den vergangenen fünf Jahren keine CDU-Politiker aus Brandenburg öffentlich für ähnliche Kontroversen im Umgang mit historisch sensiblen Inhalten kritisiert oder bestraft wurden.
Bommerts Rücktritt vom Wirtschaftsausschuss ist die bisher schwerwiegendste Folge der Videoveröffentlichung. Die Reaktion der CDU fiel zwar deutlich aus, blieb aber ohne weitere disziplinarische Maßnahmen. Die Partei will den Fall nun intern aufarbeiten; Bretz wird sich in einem persönlichen Gespräch mit dem betroffenen Abgeordneten austauschen.






