CDU bremst Pauschalpreise in Apotheken mit strengen Forderungen aus
Die CDU hat ihre Forderungen für die anstehende Regulierung der Pauschalpreise in Apotheken vorgelegt. In einem Positionspapier, das am 12. März 2026 dem Gesundheitsausschuss des Bundestags übermittelt wurde, schlägt die Partei strenge Grenzen für das geplante Modell vor. Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU, verwies dabei auf zentrale Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Apothekensektors.
Im Mittelpunkt der Debatte steht ein neues Festpreis-System für Apotheken, das in Kürze eingeführt werden soll. Borchardt warnte davor, dass Apotheker durch die geplante Null-Rabattierungspolitik der Regierung nicht in finanzielle Risiken gedrängt werden dürften. Zudem betonte sie die Notwendigkeit, den Vormarsch von Versandapotheken und ausländischen Online-Anbietern zu verhindern.
Das CDU-Papier fordert eine Obergrenze von 30 Prozent für Rezepte, die über das Pauschalmodell abgerechnet werden – deutlich weniger als die ursprünglich vorgeschlagenen 70 Prozent. Zudem verlangt die Partei eine klare Trennung zwischen pauschalen und individuellen Erstattungen in der Abrechnung. Ein weiterer zentraler Punkt ist ein gesetzlich verankertes Recht für Apotheken, das Pauschalsystem jederzeit verlassen zu können.
Borchardt machte deutlich, dass die Reformen verhindern müssen, dass Drogerieketten vermehrt Medikamente verkaufen. Sie argumentierte, Apotheker seien zwar bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen, bräuchten dafür aber faire Rahmenbedingungen. Die Diskussionen werden in der kommenden Woche an Intensität gewinnen, wenn die Verhandlungen in die heiße Phase treten.
Über die Preispolitik hinaus setzt sich die CDU für Fortschritte bei Rabatten und Digitalisierung ein. Ein zentrales Anliegen ist die volle Lese- und Schreibzugriffsmöglichkeit für Apotheker auf die elektronische Patientenakte (ePA). Ungelöst bleibt jedoch weiterhin die Frage der Vertretung für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA).
Die CDU-Vorschläge ziehen dem Pauschalpreis-Modell enge Grenzen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würde dies den Anwendungsbereich stark einschränken und lokale Apotheken vor finanzieller Überlastung schützen. Die nächste Verhandlungsrunde wird zeigen, wie sich diese Forderungen auf die endgültige Ausgestaltung der Regelungen auswirken.






