Bundespolizei droht Ausfall der Körperkameras – Ausschreibung gescheitert
Moritz PetersBundespolizei droht Ausfall der Körperkameras – Ausschreibung gescheitert
Die deutsche Bundespolizei könnte bald mit einem kritischen Mangel an funktionierenden Körperkameras konfrontiert sein. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen – damit droht Beamten der Verlust eines wichtigen Instruments für Beweissicherung und Sicherheit.
Eine Ausschreibung für 2.500 neue Körperkameras, mit Option auf weitere 1.500 Geräte, scheiterte kürzlich, obwohl dafür fünf Millionen Euro bereitstanden. Die Behörden hatten zusätzliche Anforderungen wie wechselbare Akkus hinzugefügt, was das Angebot für Lieferanten weniger attraktiv machte. Einige Modelle lassen sich zwar nahtlos mit den Tasern der Bundespolizei kombinieren, doch auch diese Funktion konnte das Scheitern der Ausschreibung nicht verhindern.
Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), warnte, dass Beamte bereits ab kommendem Jahr ohne einsatzfähige Körperkameras dastehen könnten. Die Behörden hoffen nun, dass der aktuelle Hersteller die Unterstützung verlängert – was jedoch Millionen kosten würde. Die Kameras haben sich insbesondere an Bahnhöfen als entscheidend erwiesen, um Konflikte zu entschärfen, und sind unverzichtbar, um Beweismaterial bei aggressiven Auseinandersetzungen und Straftaten zu dokumentieren.
Ohne neuen Lieferanten oder verlängerte Unterstützung könnte die Bundespolizei 2023 Schwierigkeiten haben, die Körperkameras im Einsatz zu halten. Die gescheiterte Ausschreibung und die nachträglichen technischen Forderungen haben die Behörde in eine schwierige Lage gebracht. Die Beamten sind auf diese Geräte angewiesen – für ihre Sicherheit und den rechtlichen Schutz in Konfrontationen.
