25 June 2026, 14:14

Bauwirtschaft zwischen Materialkosten-Rekord und uneinheitlichem Umsatzwachstum 2026

Wendepunkt noch ausstehend

Bauwirtschaft zwischen Materialkosten-Rekord und uneinheitlichem Umsatzwachstum 2026

Die Bauwirtschaft sieht sich mit steigenden Materialkosten konfrontiert, während die Umsatzentwicklung uneinheitlich verläuft. Im Mai 2026 stiegen die Preise für Bitumen im Vergleich zum Vorjahr um 31,2 Prozent – ein weiterer Druck auf die ohnehin schon knappen Gewinnmargen. Auch andere wichtige Baustoffe wie Holz, Metalle und mineralische Bauprodukte haben deutlich an Preis zugelegt.

Trotz der Kostenschwierigkeiten verzeichneten Teile der Branche im April ein Wachstum. Die Umsätze im öffentlichen Bau stiegen nominal um 5,3 Prozent. Noch stärker entwickelte sich der Gewerbe- und Industriebau mit einem Plus von 6,8 Prozent beim Umsatz.

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Der Tiefbau verzeichnete dabei das stärkste Umsatzwachstum in allen drei Hauptsegmenten. Auch der Wohnungsbau zeigte eine Trendwende: Sowohl Umsatz als auch Neuaufträge lagen erstmals seit Monaten über den Vorjahreswerten. Branchenweit stiegen die Neuaufträge um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allerdings blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April nominal auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums 2025. Die Branche kämpft weiterhin mit der finanziellen Belastung durch die gestiegenen Materialkosten.

Höhere Preise für Bitumen, Holz und andere Baustoffe belasten die Gewinnspannen im Bausektor. Zwar verzeichnen Bereiche wie der Tiefbau und der Wohnungsbau Zuwächse, doch der Gesamtumsatz der ersten vier Monate liegt noch nicht über den Vorjahreswerten. Die Branche bleibt unter Druck, da die Materialpreise auf hohem Niveau verharren.

Quelle