07 April 2026, 18:21

Anwalt Schertz wirft NDR und ARD einseitige Talkshow-Besetzung vor

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", das Wort "Diskussion" leicht zerknittert und altersbedingt.

Anwalt Schertz wirft NDR und ARD einseitige Talkshow-Besetzung vor

Ein Streit über mögliche Medienvoreingenommenheit ist zwischen dem Anwalt Christian Schertz und den öffentlich-rechtlichen Sendern NDR und ARD entbrannt. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Talkshow Caren Miosga, der Schertz vorwirft, in einer kommenden Ausgabe eine einseitige Darstellung zu bieten. Die Redaktion des Formats wies seine Vorwürfe entschieden zurück.

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Kern des Konflikts ist der anhaltende Rechtsstreit zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und dem Schauspieler Christian Ulmen. In der Talkshow soll Fernandes gemeinsam mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu Gast sein – doch Vertretende von Ulmens Seite fehlen. Schertz, der Ulmen rechtlich vertritt, kritisierte die Gästeauswahl als rechtlich bedenklich und unfair. Er argumentierte, dass die Ausgrenzung von Ulmens Perspektive die Sendung angreifbar mache. Das Team von Caren Miosga entgegnete, die Folge behandle das Thema digitale Gewalt, das gesellschaftlich und politisch von großer Bedeutung sei.

Der Anwalt widersprach zudem einem kürzlich erschienenen Spiegel-Bericht über einen Vorfall auf Mallorca mit Beteiligung Ulmens. Schertz bezeichnete die Darstellung des Magazins als unvollständig und kündigte eine Klage gegen die Berichterstattung an. Zudem wies er Vorwürfe zurück, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet – ein Vorwurf, der mit dem Streit um Fernandes in Verbindung steht.

Schertz hatte sich selbst als Gast für die Sendung angeboten, war jedoch abgelehnt worden. Diese Absage verschärfte seine Kritik an dem, was er als bewusste Schieflage in der Ausrichtung des Formats wahrnimmt.

Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen juristischer Interessenvertretung und medialer Darstellung in einem viel beachteten Fall. Schertz' Androhung rechtlicher Schritte gegen sowohl den Spiegel als auch die Talkshow lässt erwarten, dass die Auseinandersetzung anhalten wird. Die geplante Ausgabe von Caren Miosga bleibt derweil unverändert im Programm – ohne Anzeichen für eine Überarbeitung der Gästeliste.

Quelle