Wohnungsarmut droht: Warum Millionen Babyboomer bald ihre Miete nicht mehr zahlen können
Emma KrausWohnungsarmut droht: Warum Millionen Babyboomer bald ihre Miete nicht mehr zahlen können
Bezahlbarer Wohnraum ist zur drängendsten sozialen Herausforderung Deutschlands geworden, warnt Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau. Ohne schnelles Handeln drohe eine Welle von Rentnern der Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren in Wohnungsarmut abzurutschen. Feiger fordert nun eine große Bauoffensive, um die Krise zu entschärfen und das Wirtschaftswachstum zu stützen.
Eine aktuelle Studie des Pestel-Instituts unterstreicht das Ausmaß des Problems: Allein in Nordrhein-Westfalen könnten über eine Million Babyboomer innerhalb des nächsten Jahrzehnts von Wohnungsarmut betroffen sein. Bundesweit werden rund 5,1 Millionen Rentner – etwa 40 Prozent der Nachkriegsgeneration – voraussichtlich eine gesetzliche Rente von weniger als 800 Euro monatlich erhalten.
Schon jetzt sind mehr als 760.000 Rentner auf Grundsicherung angewiesen – das entspricht etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Angesichts weiter steigender Mieten warnt Feiger, dass immer mehr ältere Menschen Schwierigkeiten haben werden, ihre Wohnkosten zu tragen. Der Ausbau des Wohnungsangebots sei nicht nur eine soziale Notwendigkeit, sondern auch entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität und den Erfolg der aktuellen Ampelkoalition.
Feigers Warnungen zeichnen das Bild einer drohenden Krise: Millionen Rentner stehen vor finanzieller Überlastung. Ohne einen massiven Zubau an bezahlbarem Wohnraum könnten die steigenden Mieten noch mehr Senioren in die Armut treiben. Der Gewerkschaftschef betont, dass der Wohnungsneubau absolute Priorität erhalten müsse, um soziale Härten abzuwenden und den wirtschaftlichen Aufschwung zu sichern.






