27 March 2026, 08:13

Wie private E-Autos das Stromnetz stabilisieren – Pilotprojekt zeigt Potenzial

Rotes Auto neben einer Straße neben einer Brücke mit Strommasten, Kabeln, Schildern, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Wie private E-Autos das Stromnetz stabilisieren – Pilotprojekt zeigt Potenzial

Pilotprojekt in Deutschland zeigt, wie private Elektroautos das Stromnetz stabilisieren können

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Ein kürzlich durchgeführtes Pilotprojekt in Deutschland hat demonstriert, wie private Elektrofahrzeuge zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können. Unter dem Namen OctoFlexBW verknüpfte die Initiative 700 Haushalts-Elektroautos mit Netzbetriebs-Systemen und sorgte so für Flexibilität in Spitzenlastzeiten. Nun soll ein Nachfolgeprojekt namens DataFleX diesen Ansatz mit weiteren Fahrzeugen und Technologien ausbauen.

Das OctoFlexBW-Projekt war eine gemeinsame Initiative der TransnetBW und Octopus Energy. Ihre Systeme – die DA/RE-Plattform von TransnetBW und KrakenFlex von Octopus – arbeiteten zusammen, um die Ladevorgänge der Elektroautos in Echtzeit anzupassen. Bei Netzengpässen optimierte das System die Ladezeiten anhand von Strompreisen und Netzbedingungen. Fahrer konnten dennoch ihren gewünschten Ladezustand zu einem selbst festgelegten Zeitpunkt einstellen, sodass die Nutzerfreundlichkeit nicht beeinträchtigt wurde.

Eine Flotte von rund 700 Elektrofahrzeugen stellte täglich etwa zwei Megawattstunden an Flexibilität bereit. Damit ließ sich nachweisen, dass private E-Autos nahtlos in bestehende Redispatch-Prozesse integriert werden können, bei denen der Strombedarf im Netz ausgeglichen wird. Der Erfolg des Projekts hat zu Forderungen nach aktualisierten Regelungen geführt, insbesondere für Redispatch 3.0, das dezentrale Flexibilität in größerem Maßstab ermöglichen würde.

In der nächsten Phase, DataFleX, wird das Modell erweitert. Über 1.000 private Elektroautos und Heimspeichersysteme sollen in das System eingebunden werden – ein wichtiger Schritt für eine mögliche bundesweite Einführung. Eine vollständige Markteinführung hängt jedoch weiterhin von regulatorischen Genehmigungen ab.

Bei einer flächendeckenden Umsetzung könnte dieser Ansatz die Redispatch-Kosten deutlich senken und die Abhängigkeit von fossilen Kraftwerken verringern. Mit einer Million Elektroautos stünde Deutschland täglich eine Flexibilität von mehreren Gigawattstunden zur Verfügung – genug, um einen erheblichen Teil des aktuellen Bedarfs zu decken. Die Projektpartner setzen sich nun für weitere regulatorische Änderungen ein, um ein dezentrales Energiemanagement Realität werden zu lassen.

Quelle