27 June 2026, 06:14

Weihnachtsgeld 2024: Warum Beschäftigte nur die Hälfte behalten dürfen

Weihnachtsgeld brutto oder netto: Wie viel bleibt übrig?

Weihnachtsgeld 2024: Warum Beschäftigte nur die Hälfte behalten dürfen

Arbeitnehmer in Deutschland, die in diesem Jahr ein Weihnachtsgeld erhalten, müssen mit Abzügen rechnen. Die Sonderzahlung ist in voller Höhe steuerpflichtig, zudem können Sozialabgaben anfallen. Im Schnitt behalten Beschäftigte nach Steuern und Abgaben zwischen 50 und 65 Prozent ihres Bonus.

Die Besteuerung des Weihnachtsgelds unterscheidet sich von der eines regulären Monatsgehalts. Die Berechnung erfolgt nach einem Differenzverfahren anhand der Jahreslohnsteuertabelle. Übersteigt die Sonderzahlung 25 Prozent des monatlichen Bruttogehalts, kann die Sechstel-Regelung die Steuerlast mindern.

Von der Arbeitnehmerseite des Bonus werden bis zu 22 Prozent Sozialversicherungsbeiträge einbehalten. Fällt das Jahresgehalt jedoch bereits über der Beitragsbemessungsgrenze aus, entfallen diese Abgaben. Für Beschäftigte unter Tarifvertrag lag das durchschnittliche Brutto-Weihnachtsgeld 2024 bei etwa 2.987 Euro.

Bei der jährlichen Steuererklärung können Arbeitnehmer unter Umständen einen Teil der gezahlten Beträge zurückerhalten. Liegt das tatsächliche Einkommen unter der zugrunde gelegten Schätzung, ist eine Rückerstattung möglich. Wie viel vom Weihnachtsgeld netto übrig bleibt, hängt von der Steuerklasse und dem Gehalt ab. Manche können sich über die Steuererklärung einen Teil zurückholen. Die Regelungen sorgen dafür, dass Besserverdiener auf den Bonus selbst weniger Sozialabgaben zahlen.

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