14 April 2026, 18:15

Wehrpflicht kehrt zurück – doch erstmal nur mit Online-Fragebogen für Jahrgang 2008

Buchumschlag mit dem Titel "Die schwarze Einberufung" mit einer Illustration von zwei Männern, die sich die Hand schütteln, wobei einer eine Waffe hält.

Wehrpflicht kehrt zurück – doch erstmal nur mit Online-Fragebogen für Jahrgang 2008

Deutschland führt Wehrpflicht in abgewandelter Form wieder ein – beginnend mit den Jahrgängen ab 2008

Als ersten Schritt müssen alle jungen Männer dieser Altersgruppe einen Online-Fragebogen ausfüllen. Die Maßnahme markiert eine Wende in der Verteidigungspolitik des Landes, auch wenn eine allgemeine Dienstpflicht vorerst freiwillig bleibt.

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Moritz Gericke und Nico Freudensprung, beide Jahrgang 2008, gehören zu den Ersten, die mit dem neuen System konfrontiert werden. Sie müssen ein verpflichtendes Online-Formular ausfüllen, das persönliche Daten, Gesundheitsangaben und die Bereitschaft zum Wehrdienst abfragt. Frauen können ebenfalls teilnehmen, für sie bleibt der Fragebogen jedoch freiwillig.

Die Bundeswehr wird die Antworten auswerten, um potenzielle Rekruten für persönliche Eignungsprüfungen zu identifizieren. Dieser Schritt bedeutet jedoch noch keine zwangsweise Einberufung. Eine allgemeine Wehrpflicht würde erst greifen, falls die freiwillige Rekrutierung die gesetzten Ziele verfehlt.

Die meisten jungen Männer – darunter auch Moritz – zeigen wenig Interesse am Militärdienst. Nico Freudensprung argumentiert, dass die Menschen keinen Krieg wollten und daher nicht zum Dienst gezwungen werden sollten. Unter ihren Altersgenossen hat sich bisher nur einer freiwillig für die Grundausbildung gemeldet.

Die Bundeswehr strebt an, ihre Truppe auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten auszubauen und zusätzlich 200.000 Reservisten zu halten. Das neue Modell spiegelt die Bemühungen wider, die Landesverteidigung zu stärken, während die Wehrpflicht als letztes Mittel erhalten bleibt.

Das wiederbelebte System beginnt mit Fragebögen für Männer des Jahrgangs 2008. Für ausgewählte Kandidaten folgen weitere Überprüfungen, doch eine zwangsweise Einberufung bleibt an Bedingungen geknüpft. Die Expansionspläne der Bundeswehr hängen davon ab, freiwillige Rekrutierung und mögliche Wehrpflichtbedürfnisse in Einklang zu bringen.

Quelle