07 May 2026, 14:18

Wasserstoff-Offensive scheitert: Milliardenförderung bleibt ungenutzt

Gelber Wasserstoff-elektrischer Auto vor einem Gebäude geparkt, umgeben von Barrieren und Bannern, mit Menschen in der Nähe und Deckenventilatoren oben.

Wasserstoff-Offensive scheitert: Milliardenförderung bleibt ungenutzt

Deutschlands Wasserstoff-Offensive stockt trotz Milliardenförderung

Trotz erheblicher finanzieller Mittel ist Deutschlands Vorstoß in die Wasserstoffenergie auf massive Rückschläge gestoßen. Milliarden wurden bereitgestellt, doch schwache Nachfrage und hohe Kosten ließen einen Großteil der Gelder ungenutzt. Mehrere zentrale Förderprogramme, darunter Zuschüsse für Tankstellen, stießen auf kaum Interesse und liefen schließlich aus.

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Zwischen 2018 und 2025 hatte die bayerische Landesregierung fast 61 Millionen Euro für den Ausbau von Wasserstofftankstellen zugesagt. Doch nur 16,3 Millionen Euro wurden tatsächlich ausgezahlt. Empfänger gaben sogar 9 Millionen Euro zurück, nachdem geplante Projekte nicht realisiert wurden. Das Programm ist mittlerweile beendet – die meisten Mittel blieben ungenutzt.

Auch beim Bau von Elektrolyseuren sah es nicht besser aus: Von den knapp 120 Millionen Euro, die vorgesehen waren, flossen bis 2025 lediglich 4,1 Millionen Euro. Etwas besser schnitten Forschungsförderungen im Energiesektor ab, wo immerhin über die Hälfte der 142 Millionen Euro abgerufen wurde.

Fachleute bleiben skeptisch, was die Rolle von Wasserstoff in der Wärmeversorgung oder im Verkehr angeht. Die hohen Produktionskosten machen ihn für Verbraucher kaum attraktiv. Stattdessen setzt die Bundesregierung nun auf ein Wasserstoff-Kernnetz – vor allem für industrielle Anwendungen. Selbst dann müsste Deutschland jedoch einen großen Teil seines Bedarfs importieren.

Die geringe Inanspruchnahme der Wasserstoff-Fördergelder zeigt die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Da die meisten Mittel ungenutzt blieben und zentrale Programme ausliefen, rückt der Fokus nun auf industrielle Nutzungsmöglichkeiten. Angesichts der schwachen Binnennachfrage werden Importe voraussichtlich weiterhin unverzichtbar sein.

Quelle