29 March 2026, 06:18

VW-Betriebsrätin Cavallo lehnt Sparpläne ab und setzt auf Rüstungsproduktion in Osnabrück

Schwarz-weißes Dokument mit der Überschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies" mit detaillierten Abbildungen von übergebenen deutschen Militärfahrzeugen, Schiffen und Ausrüstung.

VW-Betriebsrätin Cavallo lehnt Sparpläne ab und setzt auf Rüstungsproduktion in Osnabrück

Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat sich gegen neue Sparpläne ausgesprochen, die Arbeitsplätze gefährden. Gleichzeitig sieht sie für das Werk Osnabrück Chancen in der Rüstungsproduktion. Die Zukunft des Standorts ist ungewiss, da dort in den kommenden Jahren zentrale Modelle auslaufen werden.

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2024 hatte Volkswagen ein Kostensenkungsprogramm beschlossen, das bis 2030 den Abbau von 35.000 Stellen in Deutschland vorsieht – allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen oder Werksschließungen. Stattdessen setzt der Konzern auf natürliche Fluktuation und Vorruhestand. Cavallo lehnt jede Art von Standortschließung strikt ab, auch in Osnabrück, wo die Produktion der Porsche-Modelle 2025 endet und der T-Roc Cabrio bis Mitte 2027 eingestellt wird.

Ihrer Ansicht nach haben geopolitische Spannungen und Handelskonflikte die Automobilbranche in eine prekäre Lage gebracht. Statt weiterer Kürzungen plädiert Cavallo dafür, dass Volkswagen Aufträge aus dem Verteidigungssektor anstrebt. Die VW-Tochter MAN fertigt bereits in Kooperation mit Rheinmetall militärische Lkw. Anfang dieses Jahres wurden zudem Prototypen von Militärfahrzeugen auf VW-Basis präsentiert – was Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit mit Rheinmetall in Osnabrück befeuerte.

Cavallo betont, Europa müsse seine Abhängigkeit von ausländischen Rüstungslieferanten verringern. Für sie wäre die Umwidmung von Autofabriken für die Rüstungsproduktion eine Chance, Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig strategische Bedürfnisse zu decken. Die Zukunft des Osnabrücker Werks hängt davon ab, ob neue Projekte gefunden werden, bevor die aktuellen Modelle auslaufen. Cavallos Vorstoß für Rüstungsaufträge passt zu VWs bestehenden Militärpartnerschaften, würde für den Pkw-Standort aber einen Kurswechsel bedeuten. Die Idee wird zeigen, ob zivile Fertigungsstraßen den Anforderungen der Rüstungsindustrie gerecht werden können.

Quelle