US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen – Märkte reagieren mit Rückgängen auf Zinshoffnungen
Moritz PetersUS-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen – Märkte reagieren mit Rückgängen auf Zinshoffnungen
Die Finanzmärkte reagierten am Freitag deutlich auf einen stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht. Zwar blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent, doch die Daten dämpften die Hoffnungen auf frühzeitige Zinssenkungen. Die Auswirkungen waren bis Handelsende an Aktien, Devisen und Rohstoffen spürbar.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, schufen Unternehmen im Juni 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die von Analysten prognostizierten 85.000. Dieser unerwartete Anstieg veranlasste Anleger, ihre Wetten auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank (Federal Reserve) zurückzufahren.
Die Nachricht belastete auch die europäischen Märkte: Der deutsche DAX schloss bei 24.759 Punkten und verlor damit 0,8 Prozent im Vergleich zum Donnerstag. Die zuvor gehegte Hoffnung, die Marke von 25.000 Punkten zu erreichen, verflog, als Händler die neuen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt verarbeiteten.
An den Devisenmärkten gab der Euro gegenüber dem Dollar nach. Bis Handelsschluss kostete ein Euro noch 1,1536 Dollar – ein Rückgang gegenüber den vorherigen Notierungen. Auch die Rohstoffmärkte litten: Gold stürzte um 3,1 Prozent auf 4.341 Dollar pro Unze ab. Öl folgte dem Trend, wobei der Preis für Nordsee-Brent-Rohöl um 1,3 Prozent auf 93,80 Dollar pro Barrel sank.
Die US-Arbeitsmarktdaten veränderten die Erwartungen an die Geldpolitik und drückten Aktien, Währungen und Rohstoffe nach unten. Da die Federal Reserve nun vorerst weniger wahrscheinlich die Zinsen senken wird, werden Händler in den kommenden Wochen nach weiteren Signalen Ausschau halten.






