28 April 2026, 04:16

Urteil im Prozess um homophobe Angriffe über Dating-Apps erwartet

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Vergewaltigung ist nicht in Ordnung: Sexualisierte Gewalt ist ein ernsthaftes Problem" auf einem weißen Hintergrund, der von einem schwarzen Rand eingerahmt ist.

Urteil im Prozess um homophobe Angriffe über Dating-Apps erwartet

Am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr wird das Urteil im Prozess gegen sechs Angeklagte verkündet, die beschuldigt werden, schwule Männer über Dating-Apps gezielt angegriffen zu haben. Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) wurden Vorwürfe verhandelt, wonach die Gruppe Opfer an abgelegene Orte gelockt habe, um sie anschließend auszurauben und zu attackieren. Ermittler zufolge gibt es keine Hinweise auf ein größeres Netzwerk oder politische Motive hinter den Taten.

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Die sechs Angeklagten – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – müssen sich wegen schweren Raubes verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, gefälschte Profile erstellt zu haben, um Opfer in abgelegene Gegenden zu locken. Dort seien die Betroffenen dann beraubt, körperlich angegriffen und mit homophoben Beschimpfungen konfrontiert worden.

Im Laufe des Verfahrens wurde bekannt, dass die Gruppe ihre Straftaten systematisch dokumentiert hat. Wegen des Alters der Angeklagten fanden große Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Das Endurteil wird in einer öffentlichen Sitzung verkündet. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten erhebliche Strafen für die gewalttätigen und vorsätzlich geplanten Angriffe. Der Fall hat die Risiken in den Fokus gerückt, denen LGBTQ+-Personen bei der Nutzung digitaler Plattformen ausgesetzt sind.

Quelle